Samstag, 29. August 2015

“After awhile it became difficult to remember that nothing really happened.” Chris Kraus – I Love Dick

Philip GustonPhilipGuston PhilipGuston – fantastisches Gefühl, seitenweise zu lesen, wie jemand im Versuch, das Malen zu beschreiben, sich am Ende dann doch nur Nebelbänke abringen kann. Die eigentlich unmögliche, vollständige Entwirrbarkeit der Dinge, der Lebens- und vor allem Arbeitsformen, die Positivierung der Ahnungslosigkeit. Tiefgreifend beruhigt durch diese Absagen, die für mich jedoch irgendwie nur anzunehmen sind, wenn es jemand anderes sagt. 

Bekomme dabei unglaubliche Lust, und spinne mir inmitten dessen schon den großen Bogen Zukunft zurecht, ich, Atelier, die leere Leinwand, die einen anstarrt, aber natürlich dabei nur Leinwand bleibt und bleiben muss (Esoterikverbot), und ja, da ist es ja auch: das Bild von Guston, mit der saftigen Leinwand, die, dicklich wie eine Matratze, an ein Gemäuer gelehnt und – sagen wir halbzyklopisch – aus ihrem lebendigen, verschmutzten Kadmiumrotgemisch IRGENDWOHIN blickt.

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