Gestern klappte es nicht mit der Mobilmachung. Der Tag flockte so weg, beim Araber musste ich gar ein Schawarma wieder abbestellen, weil mir dann im letzten Moment auffiel, daß ich ohne Geld aus dem Haus… Lektüren gestern: FAS, Kapielski, alte Emails. Ich weiß auch nicht, aber alte Emails: faszinierend, wem geht das auch so?
Bröckelnd entlässt mich der Schlaf in den Pfingstmontag, der sich hier lichtgrau darstellt. (“lichtgrau” habe ich von F. gelernt. Ich hätte es, wahrscheinlich, auch von woanders her gelernt, aber habe ich nicht.) Wahnsinn, wie schnell sich die Bäume begrünen: ein Umhang, mal eben übergeworfen. Die Vögel und ihr Tun machen das Ambiente komplett, ich darf nur nicht zu lange ins Lichtgrau starren, es macht ja selbst die bloße Vorstellung an ein gelebtes Leben nahezu unmöglich. Jetzt kommt ein dunkleres Grau in die Vedute, die von meinem Fenster eingerahmt wird.
Das Internet als der rote Eimer, aus dem man sich die fehlenden Teile holt, um die Angst komplett zu machen. An der Frage “muss ich für immer alleine bleiben, weil ich die Zweisamkeit in dem Maße verlerne, wie ich sie vermisse” klebt ein fremder Brei, der schon vorher im Eimer war, schwöre. Ich denke jedenfalls mehr an dich als an solchen Quatsch, und das bedeutet ja vielleicht nichts, wahrscheinlicher aber etwas. Ja, sag ich doch.
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