“Payback-Karte?” – “Nein”, gebe ich zur Antwort in den Kassenbereich zurück, nahezu jeden Tag, seit gefühlt zwei Jahren, mit der Überzeugung von Jemandem, der niemals zu konvertieren vorhat. Warum eigentlich? Gegen Geldsparen beim Einkaufen ist erstens nichts einzuwenden, zweitens: wenn es mir die REWE Gruppe doch anbietet? Ich kann es nicht. Ich weiß nicht mal, wie man eine Payback-Karte bekommt. Wahrscheinlich muss man sich im Internet irgendwo anmelden und….. da bewegt das Rollband mein Schälchen Erdbeeren sachte von links nach rechts.
„Ich hasse Bonn“, sagte der Künstler nach Medienberichten.
Gestern Abschlussprüfung Akademie. 30 Minuten lang Text aus dem Kopf sickern lassen, während da ruhig und klar die Bilder an der Wand hängen und keinen Mucks von sich geben, und doch labern sie ja auch. Vor mir stehen Marcel Odenbach, Katharina Grosse und Robert Fleck und nehmen sich Zeit für mich. Eigentlich eine zärtliche Situation. Kann hinterher nicht sagen, ob “okay” oder dumm. Neu war für mich: keine Angst vorher, sondern Vorfreude! Als affirmatives Bonbon des Gehirns? Überheblichkeit oder ein Ruhepuls ausgelöst durch die empfundene Richtigkeit und Fälligkeit der Situation?
Zu spät. Bestanden.
Im Zug von Köln nach Düsseldorf erzähle ich Odenbach von der wahnsinnigen Geschichte, die ich in der New York Times tags zuvor gelesen hatte: Der bekannte Maler Peter Doig muss vor einem Bezirksgericht im Norden des Bundesstaates Illinois beweisen, daß er ein bestimmtes Bild vor 40 Jahren NICHT gemalt hat.
Jetzt geht’s hier weiter mit: Leben
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