Jeder Morgen ist von Routine unverfremdet schön. Wie der Wind die Baumkronen aneinander reibt, und diese jetzt, universell befriedend, ihr Rauschen in die Luft zerstäuben. Keine Ökonomie des genutzten Tages kann hier schon Schaden anrichten. Von unten das dünne metallische Geklacker eines Hundegeschirrs. Meine linke Hand riecht komisch, und ich glaube, es liegt an den Spülhandschuhen. Ich habe sie schon dreimal gewaschen, aber der Gerucht klebt immer noch, entweder an meiner Hand oder in meinem Hirn. In der schwarzen Mattscheibe des Fernsehers glüht, von der Sonne bestrahlt, der Widerschein meiner niederländischen, beigen Bettwäsche.
Ich habe nur noch gut 30 Seiten des Kracht Buchs zu lesen, aber da das Buch sehr schlecht ist, zieht sich das endlos hin, ich lese jeden Tag nur noch 3 Seiten und dann fällt mir wieder auf, warum ich schon am Vortag nur noch 3 Seiten gelesen habe. Ijoma Mangold von der ZEIT, den ich sehr schätze, hat das Buch brutal nach vorne geschrieben, Lob Lob Lob, und immer wieder interessant dieser Punkt, an dem man sich fragt: WIE kommt er darauf, ich habe das doch auch hier vor mir, er hat DAS doch auch gelesen, WIE kommt er dazu, DAS darin zu sehen, was er darin zu sehen meint, und WOHER kommt diese Abweichung, daß er meint, daß…. usw.
Gleich zum Kiosk: FAS und Zigaretten? Nein, keine Zigaretten. I ride on thick waves
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