Mittwoch, 1. März 2017

Heute, irgendwann am Mittag, Antrieb/Impuls unklar, nahm ich das Kuvert mit dem Bahnticket in die Hand. (Ich drucke aus. Auf Papier Made In Germany) 

Stellte sich dann heraus, daß ich gestern Abend schon hätte abreisen sollen müssen können, je nachdem, wie man das faktisch vorhandene Ticket mit den schwarzen Buchstaben, die konkrete Zeitangaben abbilden, als bindend, als Wahlpflicht versteht. Zu der Zeit also, in der der eigentlich gebuchte Zug mit mir als eigentlich Mitreisender in Richtung Westen abfuhr, saß ich in einem Linienbus, der sich in dunklem Vorabend gefühlt nur geradeaus bewegte, mit dem Ziel Mehringdamm. Im Nachhinein ließe sich sagen: ich war selig, weil unwissend.

Jetzt sitze ich tatsächlich im Zug und schreibe zum ersten Mal – Premiere – in einem fahrenden Zug mit funktionierendem, kostenlosen Internet. Aufmerksame wissen jetzt, daß ich zweite Klasse fahre. (Fahren muss. Nein, stimmt ja auch nicht.)

Das Ticket, das ich ungenutzt verdorren ließ, kostete 24,90 EUR, weshalb ich mich auch nicht ärgerte. Ich rollte ein bisschen Äuglein, über mich selbst. Das neue Ticket hingegen kostete 72,40 EUR, aber ich ärgere mich jetzt nicht DOCH noch über 72,40 EUR, nachdem ich ja schon beschloßen hatte, mich schon nicht über das erste, von mir vergessene Ticket zu ärgern. Geld kann mich am Arsch, sollte sich indes dennoch von mir angezogen fühlen. In Anlehnung an den Korintherbrief 7:

Nicht haben, als hätte man

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