Donnerstag, 24. August 2017

Berlin, 12:19h

Der Verlierer der Challenge

muss zurück ins Nichts

Beginn beim Kleinsten, Alltäglichsten

Gestern im grauenhaften Prenzlauer Berg, mit Nicole und orangenem VW-Bus zu Boesner. Keilrahmen, museo45, 180 mal 170 cm, Querleisten, zwei Leinwände á 60 mal 50 cm, Old Holland Mars Black 60ml, Talens Cobra Cadmium Red Deep 40ml, zwei Gläser mit Verschluss, ein Synthetik-Pinsel Gr.12, ein japanischer Pentel Marker, 120 Euro. 

Die Schönheit der Old Holland Tuben. Ablecken will man die, berühren und darauf herumdrücken. Der Widerstand eines silbernen Körpers, sanft gemuldet, Hügel und Täler.

Das Nichts nichtet, und die zwei Mangos, die ich Montagabend am Kotti für je einen Euro bei einem türkischen Mann unter einer Zeltplane gekauft hatte, tragen mittlerweile zwei braune, sich ausweitende Läsionen. Unangenehmer Gedanke: um Fäulnis herum zu schneiden. Da endet auch schon meine Phantasie. In anderen Tümpeln aber, lass ich mich liebend gern tief in den warmen Schlamm ziehen.

Auf dem Rückweg, der Himmel schon tiefblau abgeschattet, roch ich das, was Eric am Tag zuvor schon den “Herbst” genannt hatte. Eine Note von Fichte war zu riechen, nicht Hubert, der Baum.

In dem kleinen Stück am Ende der Görlitzer Straße, wenn nur noch ein Stück Straße zwischen ihr und dem Kanal liegt, öffnet sich nach oben hin etwas, eine Schneise, eine Leerstelle eher. Ich kriege das jedes Mal, wenn ich dort langgehe, gar nicht richtig drauf, bzw. habe es bis jetzt noch nicht richtig begriffen, daß es dieselbe Straße ist.

Alles denkt, alles denkt, 
Gute Nacht

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