Donnerstag, 16. November 2017

Zum Klang der Sägen

Im Greisen-Café – eigentlich eine Art On-the-fly-Altenheim mit angeschlossener Feinbäckerei, betreutes Riemchenapfelessen. Mittagstisch auch. Die ausnahmslos weiblichen Bedienungen in Schwarz kümmern sich rührend um die solitären Greise, die beim Essen den Schal an lassen. Der Greis am Nebentisch, Wolfgang, wurde von der Bedienung in zärtlichstem Fürsorgeton geradezu überredet, doch nicht schon wieder die Suppe zu essen, sondern das Ragout. “Du bestehst sonst bald selbst nur noch aus Suppe, Wolfgang”. Wolfgang verstand und stimmte mit zugekniffenem Mund und einem Ächzgeräusch zu. Währenddessen mit Ö. den Fall Louis C.K. nochmal aufgerollt. 

Morandi bei Karsten Greve, nochmal das Kippenberger-Buch. Ich wurde da einfach wieder angeweht, wie ich halt immer so angeweht werde von etwas. Lust auf Wiederholung. Lust auf Lernen durch Wiederholung. Und von den durch Kunstbetrachtungen erweckten Gedanken komme ich jetzt zu: Salvator Turdi, bitte einmal einpacken für 400 Mios. Vielleicht erfahren wir dieses Jahr noch, ob es doch eine Fälschung ist, oder einfach ein brutal zu Tode restaurierter Grablappen.

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