BEI SCHNEESTURM ZUR BODEGA SCHLAFWANDELN
Samstagmorgen lag die Stadt mit erstem Dezemberschnee zugedeckt, eiskalter, zorniger Wind blies. Jinx-Gottheit King Ghidorah, ein dreiköpfiger, geflügelter Lindwurm, hat mitbekommen, dass ich letzte Woche zu oft gesagt habe, ich werd “nie” krank. Daher jetzt: krank. Gerecht sind die Götter, eh klar. Kurz gedacht, dass ich ein komplettes Wochenende in einer sich ständig mit neuem, warmen Wasser versorgenden Wanne tümpeln könne, dabei alles von Moshfegh weglesen. Der Geist von Christopher Hitchens bringt neue Getränke, damit der Spirit allgemein schön sharp bleibt.
Und wie der jungen Frau in dem Buch von Moshfegh gefiel mir der Gedanke, in einem universellen Sud aus Barbituraten und dem einlullenden Effekt von körnigen VHS-Bildern eines 90er Jahre Films wegzudämmern, Wochen, Monate, und man wachte auf, und zwar genau zum RICHTIGEN Moment. Die noch jüngeren Gesichter von Bill Murray, von Bill Pullman, von Catherine Keener, von Dan Aykroyd, von Harrison Ford, von Denzel Washington, von Steve Buscemi.
Ein Kollege –
um nur ein drastisches,
das abschreckendste Beispiel zu nennen –
führte die gesamte Lyrik von Bertolt Brecht
auf seine Herzschwäche zurück
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