BESTER FREMDSPRACHIGER FILM
Kalter Wind blies mir ein Skalpell in den Hals, das sich zwei Tage lang bei jedem Schlucken im Hals umdrehte. Heranziehende Erkältung, Haltung dazu entwickeln, vielleicht schon mal die 2, 3 Tage vorausplanen, wie man diese inhouse nutzen könne, welche Arbeiten zu erledigen, welche Arbeiten zu ignorieren seien, was man noch hatte lesen wollen. Nach zwei Tagen aber, das weiß ich ja, bekomme ich einen Rappel und muss LOS.
Der Zahnarzt, der auch Porträt-Fotograf ist, rief an, diesmal: Edouard Louis, der für eine Lesung in der Stadt war. Man müssen den Louis, kurz bevor er die Lesung gegenüber mache, da irgendwie kurz abgreifen und die Nummer in drei Minuten durchziehen. Und wie er da mit routinierten Handgriffen die Großformatkamera aufbaute, mitten auf der Straße, und ich mich kurz als stand-in vor die weiße, mit Gaffer-Tape an die Fensterfront eines Reisebüros befestigte Papierrolle stellte, sieht man in den Gesichtern der Leute immer dieselbe Frage prozessieren: WER ist das denn nochmal, der da fotografiert wird, woher kenne ich den denn?
Später kommt ein Greis mit seiner Frau und fragt im Vorbeigehen: “Kann man hier GEMA verdienen?”
“Darüber verläuft die erotische Agitation. Dass man den eigenen Körper reizend findet. Und darüber schwindet sie auch: der alternde Körper verliert sukzessive alle Reize, und zwar zunächst für den alternden selbst. Weil es für ihn selbst unvorstellbar wird, dass er attraktiv sein könnte, verlieren die anderen ebenso alle Attraktivität, welchen Alters immer.”, Rutschky am 22. Mai 2003 in seinem Tagebuch. Den zweiten Teil verstehe ich nicht, ist das wirklich so? So gäbe es doch keinen Konflikt. Liegt der fatale Gag nicht eher darin, dass (dann) nur der andere begehrenswert erscheint? Und ist dieses SELBST, das öffentliche Selbst, nicht auch an zeitbasierte Annäherungen und Theorien gekoppelt, so dass es das private Selbst durchaus beeinflussen kann, zu einer geupdateten Vernunft hin?
Gestern “Werk ohne Autor”. Unfassbare Beleidung für den Verstand, vollkommen gaga der DonnerGraf, wirklich, viel gelacht. Comedy Gold.
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