Mi, 10.04.2019

TREFFPUNKT DER INTERNATIONALEN KUNST

Gestern, zu jeder Stunde: ist das jetzt hier Frühjahrsmüdigkeit oder Werkseinstellung. 

Später, als ich mit dem quotidian angel der StaBi Berlin, der für drei Tage in der Stadt war, aus der Kneipe in eine frühe Nacht trat, die rein geruchsmässig doch noch weit hinter einer Jugend in Gauting oder Westhoven etwa zurückblieb, hatten wir etwas gelernt. In der Kneipe hatten sich zuvor wohl zwei taubstumme Damen bisschen arg mit Sekt betrunken und etwas daneben benommen, und die tätowierte junge Wirtin sprach zu einem Zweiertisch offensichtlicher männlicher Stammgäste hin: “Wusste ich ja auch nicht, wie Taubstumme sind, wennse betrunken sind, aber jetzt weiß ich’s: die sind scheiße.” Auch eine gewisse, extrem ruinös aufgemachte Frau Erika, die mir bei früheren Besuchen schon als Gimmick der Kneipe aufgefallen war, versuchte irgendwie gestisch auf die beiden Frauen einzuwirken. So richtig bekam ich es nicht mit, all dies in unserm Rücken, während der angel Frikadelle und Gurke sich reintat.

Nach Sirius gegriffen, im Regal. Kempowski wäre diesen Monat 90 geworden. 

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