So, 01.09.2019

10:07 UHR, SCHLAFSAAL 

Ruhig ist es jetzt hier, und schön grau und das Licht draussen weich. Seh ich da feinen Sprühregen? Nein, das ist Wunsch, oder. Die Härte des Sommers ist weg, das Sonnenlicht, das ja auch so ein bisschen Betrug ist, und Betrüger mit der immer gleichen Masche nerven irgendwann, ist ja klar. 
Vor ein paar Stunden erst, gestern, war das nochmal ein sehr warmer Augusttag, und ich saß da, bei der Party im Garten von Michael’s Chef, wir alle saßen und standen und tranken da in dieser vollgrünen kleinen Nische aus Vollsommer, Bäume und Büsche und Gräser packten das alles sanft ein, und als es dann dunkel war, lag die Sanftheit allein im Geruch der LETZTEN Sommernacht. Man atmete nochmal gut ein. Vom Rhein her wehten diese angenehm gedämpften Sounds, ein guter trigger für das Gefühl, das Menschheit doch angenehm sein kann. Wie so ein Greis sagte ich mehrmals in den Abend hinein: richtig schön hier. Ich weiss gar nicht, zu wem. Die Function-One unterm Zeltdach separierte dabei wunderbar klar die Frequenzen, die Kickdrums pochten sauber und klar wiesenwärts. Schön eben. Über die Brücke heim, Vater Rhein River lag dunkel und ruhig da, auf ihm ein schmaler Fächer aus blauem Neonlicht.

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