So, 18.08.2019

AUF DER ALBERNEN SEITE DER MACHT

Seit Donnerstag schaue ich jedes Mal, wenn ich hier um die Ecke am Kino vorbeigehe, fast lüstern dem Plakat von “Once upon a time in Hollywood” hinterher. Mein favourite flirt grade, klar, aber wann seh ich dich, baby. Heute morgen noch fragte ich mich, ob ich da jetzt lieber alleine reingehe oder jemanden mitnehme, und ich habe noch keine Ahnung, ehrlich. Richard Brody, ein “erfahrener” (Adorno) Journalist von 71 Jahren, hatte neulich einen so dummen und kleinhirnigen Text dazu geschrieben, im New Yorker, mit so einer demonstrativ verschränkte-Arme-wokeness, zum Abkotzen öde und beschränkt, ich raffe es nicht, was mit den Leuten los ist, ob alle nur noch 6 Jahre alt sind oder grade vom Baum gefallen. Wie kann jemand wie Richard Brody von heute auf morgen komplett VERGESSEN, was Kunst ist (und was Kunst vor allem nicht sein MUSS) ? Was für ein Hinkelstein ist ihm da auf den Kopf gefallen? Wie war das noch: WÜTEND scrollte ich voran. 

Ging ich am Kino die paar Meter weiter, um in die Neusser Straße einzubiegen, hatte sich da fürs Wochenende ein Straßenfestszenario aufgebaut, diese vielleicht wirklich normalste Prollform deutscher Kaputtness. Ich schlängelte mich durch den Parcours von Blobs aus Körpern in Richtung REWE, eine weibliche Schlagerstimme, die hart und laut aus den Boxen pumpte, sang  was von “20 Zentimeter”, ich glaube, es ging um einen Schwanz, bekam aber nicht mehr mit, ob es jetzt um steif oder schlaff ging, war aber irgendwie zufrieden damit, dass man die Leute hier einfach mit bisschen kühlem Bier und Untenrum im Griff hatte, das nahm der Welt kurz die Schärfe und Gefährlichkeit… es gibt doch echt schlimmere Formen von Käfighaltung. Mir fehlt hier bei “meinem” Straßenfest ja ein guter Reibekuchenstand, bzw. eine Reibekuchenmanufaktur, so geht die lingo 2019, da würd ich dann auch bisschen länger rumstehen und kucken.

nun sitzt der Strobel y Serra
mit seinem enorm vergrößerten Hirn
in Frankfurt 

Schreibe einen Kommentar