EIN NEUER TAG IN EUROPA
Die bräunliche Fläche mit den dünnen weißen Strichen, die ich hier aus dem Fenster sehe, ist ein Birkenwäldchen, der äußere Rand des Flaschenhalsparks, dahinter Zäune, Geleise. Ich sehe auch die groben Falten, die die Planen auf den großen, flachen Dächern des Autoteile-Zulieferers werfen, mit Kies und Moos bedeckt.
Jetzt kommt hier die Sonne, nicht irgendwie, sondern WIEDER. Drei Tage Licht. Im Radio hör ich, dass sich die Chefin der Berliner BVG “erklären muss”, da es “erneut zu Zugausfällen und Verspätungen gekommen” sei in den letzten Tagen. Mich macht das fast bisschen fertig, echt, wenn die Berliner nur wüssten, was man als Bürger der Stadt Köln für eine gigantische Clownnummer als Verkehrsbetriebe… richtig richtig bitter. Hass. ELEND.
Im Molinari, gestern, saß bereits P., da schaute er auch schon aus seinem blauen Pullover heraus, vom Schulbänkchen hinauf. Gespräch über alles, Sad Inge Dub, die Eltern, die altern. Führt mir seinen Smartpen vor, finde ich schon geil, muss ich sagen.
Bei den Gilets jaunes (Gutes Thema: wie stehts um die Ästhetik des Protests? Antwort: schlecht) kursierte in wiederum “bestimmten Kreisen” das Gerücht, so die FAZ, dass im Zuge der Erneuerung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags Elsass-Lothringen wieder an Deutschland zurückginge. ELEND 2. Aber auch: LOL
DO WE LIVE IN A UNIVERSE OR A
PERVERSE.
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