PETRUS CHRISTUS: MADONNA ZUM DÜRREN BAUM (1460)
Raureif, weiß und großflächig, auf den Dächern, und Fußballer machen Urlaub in Dubai. That time of year. Bald kommt hier ein neues Jahr, wie man sagt, und ab und zu – ich merk’ das – eine Art Hintergrunddenken: das und das und das vielleicht mal ANDERS angehen. NORMAL.
Gestern ruhig, Spaziergang nachmittags, bekam vulgären Hunger auf McDonalds, also ich zum Hauptbahnhof, gucken, wie es da abgeht. Menschen Menschen überall Menschen, was ist denn hier los, im McDonalds selbst ein Lärm und ein Gewusel, dass man wahnsinnig wird, sofort wieder raus. Weiter zum McDonalds an der Komödienstraße, aber auch da alles voll, Erwachsene, Greise, Kinder. Hier kommen der Araber und Amerika doch friedlich zusammen, dachte ich, ging weiter zum Rudolfplatz, und da war dann alles komplett RUHIG. Schon geil, wie das manchmal geht, dass man’s dann doch noch mal probiert, und sozusagen Glück hat. Die Cola war flau und ohne Kohlensäure, die Fritten bisschen zu weich, aber alles genau richtig so. Den drei niedlichen Skaterboys um die 15 hab ich meine Monopoly Coupons gegeben, da war ein Gewinn bei: kleine Pommes oder kleiner Kaffee. Neben mir saß eine Mutter und ihre junge Tochter, die war vielleicht auch so 14 oder 15, hatte Lippen und Wimpern geschminkt, ihre Körpersprache, Bewegungen und die Art, wie sie sich umschaute verrieten aber, dass sie ein eher schüchternes Girl ist, unsicher, und ich bildete mir ein, diesen Blick, sozusagen als universellen Dialekt, erkannt zu haben und war ganz eingenommen für sie, wollte irgendwie sagen: Mädchen, es wird schon, mach dir keine Sorgen.
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