Fr, 14.09.2018

UND AM ABEND “EVIL NIGGER” VON JULIUS EASTMAN

08:32h. Diesig und verhangen gestern, kühle Luft wie eine unsichtbare Muräne, die sich in die Räume schlängelt, ihre kleinen Zähne bleckt, die Augen starr und hart. Ich spüre, wie sie mich streift an Armen und Beinen. 

Vormittags und mittags am Plakat für M.. Danach der Versuch einer Herstellung von “Ordnung”, was so deutlich klingt, ich aber gar nicht weiß, was ich damit meine. Jedenfalls das Bücherregal aufgeräumt, aussortiert. Brauche ich das Gesamtwerk Schopenhauers wirklich? Unwahrscheinlich, aber keinerlei Impuls kommt von meinem Gehirn. Meine Grenzen bleiben offen. In einer Box finde ich Rohstoff von Fauser wieder. Ich war mir sicher, daß ich es unrettbar verliehen hatte.

Am Donnerstag musste Sawsan Chebli (SPD)
den Plenarsaal
zwischenzeitlich
unter Tränen verlassen

Das Ich und das Wir. Nachts im Bett tippte ich noch in die Notizen:
“ehrpusselig”. Noch nie gehört oder gesehen vorher. Beim Wort “Seele” zucke ich ja immer noch zusammen. Benutze ich dieses Wort auch?
Auch zum ersten Mal: vorgestern sah ich einen, der telefonierte im Gehen in seine Uhr am Handgelenk rein. Ich kannte das nur von Dick Tracy bisher.

Man kann einem ICH nicht die Erfahrungen nehmen

Im Interview sagt Knausgard, er male, um zu entspannen. Wird man eines hysterischen Tages seine Bilder so aufpumpen wie bei Herrndorf? Don’t.

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