THE DUKE CITY RECLINERS LIVE AT SANKT KUNIBERT
Früh schon war da ein Flirren in der warmen Morgenluft, Mauersegler fliegen hier, anscheinend den Sozialverbund irgendwie gleichzeitig stärkend, spielend in Formationen herum, und da hätte ich jetzt auch Lust drauf. Ein erfrischender Wind geht, man möchte seinen Kopf darin waschen.
Die Nachbarn mit dem Nervkind sind leider doch nicht verreist, ich hatte schon die Abwesenheit des Geblökes fest eingeplant, naiv von mir, jetzt wird wieder geheult und geschrien, im Hintergrund Sägen und Bohrmaschinen.
Die Stille, die manchmal nur zwei Straßenzüge weiter zu finden ist: geil. Gestern sah ich mir St. Kunibert etwas genauer an, Sonne, Hitze, Ruhe, diese spezielle Behaglichkeit, die von diesen bräunlichen Gemäuern ausgeht, und wie sie seelischen Unrat und Stress einsaugen und absorbieren: I feel it. Von leichter Luft bewegtes Vollgrün der Bäume, die massive Pforte der Basilica, das von der hellen Nachmittagssonne beschienene Relief darauf.
Der Legende nach befinde sich auf seinem Grund eine Art Paradies, in dem Kinder spielten und von der Jungfrau Maria mit Brei gefüttert wurden.
In der Sprachmelodie allein ist doch nicht ganz der GANZE Mensch enthalten.
Es gibt da noch diese kleinen Konstruktionen, diese most versatiles, die jeder drauf hat, drin hat, sich zu eigen gemacht hat. Weitere Ideen für die WORD PORTRAITS.
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