WAHRHEIT UND DICHTUNG AUS SICHT DES DEUTSCHEN SCHÄFERHUNDES
Ja, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber –
abends vernahm ich den ersten Duft von Frühling, jetzt singen die Vögel davon, dass sie dasselbe vernehmen, nehm ich an. Eine tiefe, fast ins Essen hängende Wolkendecke mahnt jedoch, die Erwartungen heute nicht zu hoch….
ich bin guter Junge, weil ich der Müllabfuhr die Tür aufbuzze.
Die Lilien, die ich gekauft habe, sind riesig, frühstückstellergroß, die schönsten, die ich bisher hatte. Sie riechen auch einfach geil. Sagt man so?
Wie mir vorgestern, bei nunmehr 1 Grad, der Gedanke kam beim Zufußgehen: ah, schön warrrm heute – wie die EISIGEN Tage vorher sich in den Körper reingezeckt hatten, das Gehirn merkt sich keinen Schmerz, aber die Kälte. STALINGRADCHEN
Im Museum für Ostasiatische Kunst: Das Gedruckte Bild, japanische Farbholzdrucke aus ca. drei Jahrhunderten. In so eine Ausstellung will ich mich reinlegen. Kurtisanen, Schauspieler, Trinkrunden, Wartende vor einem Restaurant, halbdurchsichtige Kimonos. Social media aus Edo, besser coloriert als Instagram. Sōshin, einer der Protagonisten der 24 Musterbeispiele für konfuzianische Kindesliebe, eilt auf einer Brücke seiner Mutter zur Hilfe, die ihren blutenden Finger im Fluss kühlt. Und überall diese kleinen Embleme, Siegel, Zeichen, Textfelder. Das Wort “Kartuschen” wird oft benutzt, stimmt ja, superschönes Wort.
So, jetzt geht’s aber weiter. 10:38 Uhr.
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