Sonntag, 15. Oktober 2017

In der Nacht aufgewacht, unglaublicher Durst.

Die Überspannung des Ebertplatzes (ehemals Adolf-Hitler-Platz), gut 50 Meter von mir entfernt, fand gestern eine kleine Entladung: Drei Afrikaner werden verdächtigt, einen anderen Afrikaner abgestochen zu haben, der dann im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. 22 Jahre alt.
Was mir – im Vergleich zu den Afrikanern im Görlitzer Park – aufgefallen ist: das Gefühl, hier müsse man das alles erst noch richtig aufbauen, verfeinern. Etwas steif und unsicher wirken die Jungs noch, wenn sie mich in den dunklen Falten, die der Beton läßt, ansprechen, ob ich was brauche. Es fehlt hier noch die Flüssigkeit der Bewegung einer bestens geölten Maschine.

“Der Auftritt rechtsgerichteter Verlage hatte schon vor der weltweiten Bücherschau für heftige Debatten gesorgt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels – Organisator der Messe – hat die Zulassung der Stände mit der Meinungsfreiheit begründet und zur „aktiven Auseinandersetzung“ aufgerufen.” schreibt FAZ Online. Dazu fordert der Börsenverein d.dt.Buchhandels, haha, also auf – ja klar, aber wenn es zu den aktiven Auseinandersetzungen kommt, werden sie von der Polizei getrennt, verstehe ich auch nicht so ganz. Also da haben sich ein paar Herren vom Börsenverein wohl gedacht, dass die dann alle auf der Messe konstruktiv debattieren, einerseits, andererseits, bei Tee und Bretzeln oder was. Leider ein brutal trauriger Gag das, leider leider leider. Aber Aufrufen auch eh immer eine geile Sache, und eine geschickte Formulierung, sich aus einer Gleichung einfach selbst rauszustreichen.

In der Ferne: Kirchenglocken. Ein bisschen Goldener Oktober bringt die Ausschüttung der dieswöchigen Wetteratmo-Lotterie noch, sogar Wärme, der Gewinner ist NATÜRLICH: die ganze BRD, und jetzt gebe ich ab an Kiwi im ZDF Fernsehgarten

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