Schwarz glänzendes Karbon mit Quadratrelief
so ragt der Obelisk inklusive Sockel
mehr als neun Meter in den Himmel
Und gegen halb Zwölf sitzen, stehen und hocken die Menschen noch bei 24 Grad auf und um die Straße herum. Ein DJ, mit dem Personal völlig allein im Innern der Kneipe, legt New Wave auf, in einen leeren Raum hinein. Zwei Kölsch schmecken mir nicht. Ich glaube, es ist Sion.
Ich denke an die Zeit zurück, in der ich die Regeln noch nicht kannte, und das es schöner war so.
Im Ludwig, bei Wolfgang Hahn’s Sammlungs-Ausstellung, kickte es mich dann dermaßen, als ich sah, wie sinnlich und zärtlich und real die konzeptuelle Kunst mal war, sein kann, kaum mehr ist, usw. Parallel zur technischen Ebene, zur Technik selbst, die heute immer mehr ins Mikroskopische vordringt, ist der Eindruck, der Schatten der Verweissysteme so groß, so mächtig geworden, daß man wohl viel leichter vergessen kann, daß aus ihm heraus zu treten durchaus möglich ist. Bei Reena Spaulings bellten mich Hunde aus einer grauen Plastikkiste an. Das hob die Stimmung.
Anschließend bei Carolin Eidner, gestern dann kurz bei Penck, wo ich einerseits die Schön- und Klarheit der Michael Wernerschen Kataloge wieder einmal geil fand, und andererseits meine Telefonnummer auf einen blauen Zettel schrieb, völlig un-player-mässig, glaube ich.
Ganzen Tag mit Marc, Geschenk: Norbert Johannimloh Appelbaumchaussee. Nach 50 Seiten: Hammer. Kühe, Felder, Mädchen, Bataille.
Die beste, weil realsubstantiellste Videokunst der letzten Zeit dann gestern live auf N24, Spiegel Online, etc: Live-Randale und Live-Gemolotowe aus Hamburg im Splitscreen mit Beethovens Neunter. When things reveal themselves.
Jetzt 12 Uhr: Testalarm.
Die Bürger können durch den Obelisken Sichtachsen erkennen
meinte Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach (57)
zu dem Kunstwerk
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