Aus drei Metern Höhe in ein Wasserbecken, auf dem Rücken eines lachenden Pferdes? Nein, möchte ich nicht –
Halb Acht Uhr morgens, Bohrlärm in Deutschland. Hemmungslos. Wenn sich mit einem Arbeitenden der Soundterror an Dutzenden rechtfertigen lässt: Deutschland. Germania. Bohrlärm – Ackergift unserer Zeit?
Swantje Karich schreibt in der Welt, ein deutscher Journalist habe den Imhof “Faust” (57. Esposizione Internazionale d’Arte/Biennale di Venezia) auf Facebook als “KZ Techno” beschrieben. Einerseits: dafür ist Facebook ja da. Andererseits: WER denn?
Kapielski wurde vor etlichen Jahren von der sehr nervösen taz gefeuert, weil er den Begriff “gaskammervoll” im Bezug auf einen Berliner Club verwendete. Weiß jetzt aber nicht, was so KZ-mäßig sein soll bei Anne Imhof.
Der Unterton Karichs im recht kurzen Welt-Text ist der einer vorsichtigen Feststellung von Stagnation: “…erscheint die gesamte Biennale, die Kunst im Arsenale und Giardini, blass, nichts dringt mehr durch, vieles wirkte betulich und infantil.” Das ist ja aber eine Breitspektrumbeobachtung. Auch ohne direkten Referenzpunkt Imhof-Faust ist viele Kunst heutzutage blass, vor allem infantil. Sobald es in manchen Wald politisch-komplex hineinschallt, hallt es hysterisch-infantil wieder hinaus.
Die Vernunft in den Problemen
lass ich mir nicht nehmen
aber ein Bier
nehm’ ich noch
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