Freitag, 31. März 2017

Gestern Nacht gegen halb Zwölf verlasse ich mit Hopkins das Kino. Es ist eine balmy night, die erste im Jahr. Man raucht in warmer dunkler Nacht noch eine Zigarette. Der Film Ghost In The Shell ist nicht nur hohl und dumm, sondern leider auch noch recht langweilig. Nicht so schlimm, schon vergessen. Das eigentliche Anliegen ist es, das Kinogehen mit Hopkins als zartes Männerritual zu etablieren. 

Als ich in die Neusser Straße einbiege, erblicke ich an der Litfaßsäule, die neben den Parktaschen steht, den überwältigendsten frame des Abends:

zwei friedlich schlafende Obdachlose neben einer Ansammlung von leeren Flaschen, der eine ist quasi in muslimischer Gebetshaltung eingeschlafen, der andere reißt seinen Schlaf in einem roten Schlafsack ab. Inmitten der Schlafenden und den vielen leeren Bier-, Schnaps- und Colaflaschen steht ein winziges Transistorradio, das die Szene laut und scheppernd mit einem brutalen Lied umtost: “You give love a bad name” von Bon Jovi. 

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