Samstag, 4. Februar 2017

Donnerstag Abend in Düsseldorf, hinter expressionistischen Mauern, rechts der Monumentalachse. Kalter Wind und die Zigaretten schmeckten nicht, der Weißwein war “okay”. Ein schlechter französischer Künstler, noch schlechter die, die ihn für gut halten. Schwamm drüber. Die Zeit wird all das aussortieren. Die kleine Bedienung aus dem Bento Box Restaurant, hier bei mir um die Ecke, ist jetzt mit dem Dings zusammen, sie stand auf einmal mitten auf dem Parkett im Obergeschoss einige Meter vor mir. Sie trägt den weißen Pulli mit der Aufschrift “NRW FORUM DÜSSELDORF”. Ich sage “Hallo” zu ihr, sie lächelt und sagt “Hallo” zurück. Der Bonner traf sich vor Ort mit einem Tinder-Date, ich hatte kalte Füße und empfand die Anstrengung, die für den Smalltalk aufgebracht werden musste, als leerpumpend. Fast jede Frau sah auch nach Düsseldorf aus. Der Mann hingegen verbirgt den Wuchs des Fußes in Sportschühchen.

S. roch aus ihrer schwarzen Bluse etwas nach Schweiß, und obwohl es einige Jahre her ist, daß wir miteinander schliefen und nebeneinander schliefen, war es wie eine angenehm vulgäre Erinnerung. Man war also auf der Welt.

Immer wieder Irritation, wenn ich unter Künstlern bin: achso, von DENEN bin ich jetzt einer? Nunja.

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