Agnes hat so schöne große braune Augen, ihre Brauen so dicht und schwarz, daß ich mich ertappe, wie ich oft hinsehen muss. Ihr schmaler Hals ragt aus einer lachsfarbenen Bluse. Ihr Freund, Paul, ist Brite und so zart und fast mädchenhaft verschüchtert wirkend, daß er um ein vielfaches fragiler wirkt als Agnes. Sie wirken süß zusammen, vertraut miteinander, was mir manchmal einen kurzen Stich versetzt. Das ist nicht Neid, sondern Sehnsucht, glaube ich. Naja. Bei der Verabschiedung habe ich das Gefühl, Paul gibt mir sehr herzlich die Hand, was mich überrascht. Diese Deutlichkeit, damit habe ich nicht gerechnet.
Und auf dem Weg nach Hause, es ist die frühe Nacht schon, gehen wir durch die Zone eines Rapperkriegs. Es ist friedlich. Auf nachgebräunte, durch Fitnesstraining muskulöse Nacken fällt Neonlicht, dann liege ich bald schon im Bett. Ich weiß auch nicht, aber ich kam mir wie ein Vollidiot vor an diesem Abend. Kann man irgendwo neu anfangen?
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