Donnerstag, 26. Mai 2016

“Pistol” und “Boo” heißen die kleinen Hunde von Amber Heard und Johnny Depp, die sie nicht angemeldet hatten, bevor sie, Amber und Johnny, nach Australien gereist sind, derentwegen die australische Bürokratie, der australische Premierminister Barnaby Joyce persönlich, mit der Euthanasierung der Hündchen drohte, wozu es nicht kam, denn irgendwas wurde geregelt, wird ja immer geregelt, und es gab dieses Video, in dem sich Amber und Johnny entschuldigen, aber jetzt, jetzt wollen sie sich scheiden lassen, also Amber und Johnny. “Boo” heisst auch die kleine Hündin des amerikanischen Künstlers Raymond Pettibon, ein belgischer Zwerggriffon, also der Hund, nicht Pettibon, er hat sie schon oft gezeichnet, mit den Strähnen im Gesicht und dem kleinen Überbiss, ein puscheliger Hund, den Pettibon manchmal auch “Boo-Boo”, “B” oder “Lil B” nennt, nach dem Rapper. Pettibon hatte schon immer Hunde, in der Kindheit, Jugend, danach – einen Hund nannte er nach einem Rennpferd, er fand ihn im Müll, er nahm ihn auf und sie gingen sofort eine Bindung ein (Pettibon: “I picked him up and he pissed all over me”). Der nächste Hund hieß “Ohne Titel”, auf Deutsch, den Namen hatte Pettibon’s Galerist in L.A. ausgesucht, und immer zeichnete er auch Porträts der Hunde, manchmal mit den Hundehaaren selbst, die er vom Atelierboden aufgesammelt hatte und in seiner Faust zu einem Büschel zusammenhielt, ephemere Pinsel, sozusagen. Pettibon’s Sohn wiederum heißt “Bo”, wie der Hund des amerikanischen Präsidenten, Barack Obama, ein portugiesischer Wasserhund, der Hund, nicht der Präsident.

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