Freitag, 1. April 2016

Bohrlärm und kalter Sonnenschein. Außerdem zum Frühstück: selbstgemachtes Müsli von Petronella, mit Joghurt, dazu Kaffee (Chicco d’oro mit 200ml Milch). Seit gut einer Woche gesteigerte Müdigkeit, gestern und vorgestern Probleme ausgerechnet mit dem Einschlafen. Mein Schwanz sagte dann: spiel doch mit mir. Ich konnte mitten in der Nacht dann auch kein Gegenargument finden. 

“Ein Froschfilm wird gezeigt” hatte Max Goldt einmal bei einer von sicher Dutzenden Lesungen, die ich besuchte, als Zugabe gegeben. Ich weiß noch, daß ich genau daran dachte, als im September 2012 in Italien ein kleiner Frosch regelmässig neben der Eingangstür zu unserer Wohnung saß. Es war bereits dunkel, ein frischer Wind fegte trockene Blätter über die kleine Terrasse und machte dieses kratzende, scharrende Geräusch, das sich mit dem Geräusch von Windböen abwechselte oder mischte. Ich weiß noch genau, wie ich da saß, die Lampe der Terrasse an, schon hinter der kleinen Treppe, die zur Terrasse hinauf führte, riß die schwarze Nacht ihr unfassbares Maul auf.

Ich las im “Johann Holtrop” von Goetz, das kurz vorher erschienen war. Dann sah ich irgendwann zum kleinen Frosch herüber und sagte zu ihm: “Hier gibt es nichts für Dich.” Seine schwarzen mottengeilen Äuglein gaben nichts Preis. Ich hoffe, ich habe dem Frosch nichts genommen von der Welt, die er für sich erschlossen hatte bis zu diesem Zeitpunkt, auf der Terrasse, in tiefschwarzer toskanischer Nacht. Lächerlich, ja unglaubwürdig viele Sterne waren zu sehen. 

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