ELEANORISTAS, THROW SOME WATER IN
Die bereits verschollen geglaubte, als “missing piece” bezeichnete Postkarte meiner Fachärztin, die sich früher unter dem Namen “Curly Locks” ein paar Dollars zum grindigen Bafög hinzu twerkte, wurde von mir im Tauchshop Blue Marlin, Souterrain, abgeholt. Sehnsuchtswort ZUGESTELLT. Eine freundliche blonde Frau gab sie mir. Darauf eine kleine Zeichnung der berühmten Sängerin, Buntstift auf Pappe, die physiognomischen Details, “in wenigen Strichen” lässig eingefangen, dazu ein Text. Magisch.
Dann durch duftende warme Luft ins Atelier. Eher ein Gefühl wie Frühjahr als Sommer. Die letzten 4 Monate also nochmal von vorne?
Später, nach power nap auf dem Atelierboden, ging ich Richtung Venloer Straße, als einem jungen Boy, der Getränke auslieferte, seine Ladung Sprudelwasserkästen schräg von der Sackkarre fiel. Ich ging hin, fragte, ob ich ihm helfen könne, das wäre sehr freundlich, sagte er. Ich sammelte die noch intakten Flaschen auf, stellte sie zurück in einzelne Kästen, in denen zum Teil nur noch die Flaschenböden als große Scherbe in den Fächern lagen. Hatte Mitgefühl mit dem jungen Mann, denn er war eher klein und schmächtig, und ich hatte das Gefühl, dass er diesen Job machen muss, dass er ihn aus Verlegenheit angenommen hatte, daß er ihn vielleicht sogar hasste, und ich glaube, wenn man so etwas hasst, dann passiert einem dauernd so eine Scheiße, und man fühlt sich bestraft. Von irgendwem.
Vergangenen Freitag war David Grubbs, da wollte ich eigentlich hingegangen sein. Jetzt merke ich das, und ächze.
aber auch bei ihr
fand sich eine Schärfe
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