PREVIOUSLY IN THE COLLECTIONS OF THREE KINGS OF ENGLAND
Nachts eine gewaltige Explosion. Gewitter. Mein Bewusstsein löste sich kurz aus der Umarmung des großen schwarzen Oktopus SCHLAF, ich fand mich zum bloßen Widerstandsgefühl der Matratze auf der Unterseite meines Körpers reduziert wieder, und oben, an der Oberfläche, da dachte ich dann etwas sehr Konkretes für fünf, sechs Sekunden, und ich erinnere mich auch jetzt daran, dass ich es tat, aber an was – das weiß nur
„I have taken
quite a few shots
to the dome“
Jetzt, hier, am Morgen, da liegt das Wetter wie ein grauer Marmordeckel auf, das Grün der Pflanzen leuchtet. Drama Sky und ihre Freunde. Unter demselben Himmel blühen die Erlen und wiederum unter diesen Erlen macht ein blinder Galerist ein Selfie und lacht sich einen. Letzte Woche ging Kenny Schachters Artikel in artnet über den Verbleib bzw. Aufenthaltsort des mittlerweile (es gab zahlreiche Zweifler) dann doch dem Studio um Leonardo zugesprochenen 66 mal 46 Zentimeter messenden Salvator Mundi um die Welt – irgendwie war an der Story ein gewisses Spektakel-Signal gemessen worden, und so wühlte sich diese Meldung selbst in der sonst natürlich kunstfernen und kunstfeindlichen Stumpfpresse nach oben: teuerstes Bild der Welt auf Yacht von Araberscheich, und der Effekt sollte vielleicht sein, dass man da so den Kopf schüttelt über die Exzesse und das GELD usw., und vielleicht dazu im Kopf das Bild, wie diese Yacht träge anschwappt gegen das Wasser, und wie die 450 Millionen an der Wand im Gleichmaß der Wellen bouncen.
Joyce Pensato gestorben.
Pauline Kael erklärt in zehn Sätzen den amerikanischen Film nach Vietnam: “We have a different approach to guilt now”.
Ab 17 Uhr Bodypercussion für Interessierte.
Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.