Fun fact: Regen ist die am häufigsten auftretende Form flüssigen Niederschlags aus Wolken. Auch wahr: Sonntag ist die am häufigsten auftretende Form flüssigen Liegens in Betten.
Lese jetzt seit gut drei Wochen, neben dem Buch selbst, immer wieder Artikel und Interviews von mit und über Knausgård. In den deutschsprachigen Beiträgen fällt auf, dass “Min Kamp” mal 3000, mal 3500, mal 4500 und dann wiederum “rund 5000″ Seiten habe. Frage wäre: was ist daran so schwer, eine genaue und fundierte Angabe zum Umfang eines Buches, das in 6 Bänden erschienen ist, zu machen? Sowas beschäftigt mich. So ein Text geht durch viele Instanzen. Ein Autor oder ein Redakteur schreibt ihn. Oder eine Autorin oder Redakteurin, klar, folks. Dann wird er redigiert, geprüft, inhaltlich, sachlich, Grammatik, Sinn, Umfang, Sprache. Und keinem ist aufgefallen, Moment mal, wat denn nu, 3500 oder 5000 oder was? Auf einmal sind 1500 Seiten, theoretisch, egal? Wat sollet, ist dickes Buch halt? Und dann aber über den “Nutzwert des Geistes” bei Knausgård schreiben. Kann sowas nicht ernst nehmen, sorry. Wer es nicht beherrscht, die festen Dinge zu benennen, um mir dann seinen swag anzudrehen, der soll Rattenscheiße aus Dachrinnen sammeln. Falls Ratten in Dachrinnen koten. Kann das jemand überprüfen?
14:03h. Demokratie ist jetzt offiziell “in Gefahr”, sagen “Experten”, sagt GMX.de. Also nochmal neu:
Starker Regen fiel aus grau schimmerndem, politisch-neutralem Septemberhimmel auf Wiesen, Felder und Straßen einer nunmehr in Gefahr sich befindenden Demokratie. Der Regen knallte in hohlem Geräusch auf, er war keine Multitude of drops mehr, er war ein großes Ganzes, schmeckte metallisch und salzig. Im Fenster spiegelte sich gelblich das Licht meiner Nachttischlampe, es war düster und doch war es mitten am Tage. Dies war also das Licht eines gefährlichen Dräuens.
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