Ich gucke raus und will drinner denn je sein. Dann mach doch? Okay!
Patrick Bahners schrieb vor einigen Wochen von der “besonderen Komparatistik”, die der “Todesfall stimuliert”. 2016 ist ein gutes Jahr für genau diese Komparatistik, Leonard Cohen als letztes Update. Es war ja schon ein bisschen geisteskrank, wie viele Menschen nach Bowies Tod meinten, nicht nur die Karriere und Musik gesamtpophistorisch einordnen zu können, sondern auch mit welcher ins Angeberhafte tendierenden Selbstverständlichkeit diese gravitätischen Einschätzungen in die Welt entlassen werden. Bei Cohen fällt jetzt auf, daß, obwohl er hunderte von Songs geschrieben hat, fast immer nur die Zeile mit dem crack in everything, durch den das Licht usw. gepostet oder zitiert wird. Wie funktioniert das, selektiv? Ist es schlichtweg die beste Zeile Text, die er geschrieben hat? Dann wäre das vielleicht etwas Gelungenes: auf einen Satz reduziert?
In der frühen Nacht, durch den dunklen Flur ins Badezimmer, da sehe ich etwas auf der Tür, einen grauen Streifen, den ich da noch nie gesehen habe. Es war aber nur der lange dünne Schatten der Türklinke, vom Licht, das durch den Türspalt dringt, da hingezeichnet.
Nur wenige hundert Meter von meiner Wohnung entfernt, am Hauptbahnhof, wurde ein 29jähriger Obdachloser verprügelt, ausgeraubt und anschließend angezündet. Der Mann verbrannte in seinem Schlafsack.
Gestern Telefonat mit dem Notar. Er sagt, es gehe ihm gut, das rede er sich immer ein, das wisse ich doch.
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