• Mittwoch, 09.06.2021

    AND DIE BEHIND THE WHEEL

    27 Grad. Der erste, etwas überteuerte “Salat Nizza” draußen. Egal, es war schön, draußen zu sitzen. Im Duchamp Buch. “Deacon Blues” von Steely Dan geht mir seit Tagen nicht mehr aus dem Kopf, der Bass.

  • Donnerstag, 03.06.2021

    GRILLSTUBE ESCARGOTS RIDIKULISÉS 

    Feiertag, courtesy of Juliana von Lüttich aka Julienne de Cornillon aka de Mont Cornillon. Sogenannte Visionen waren ihr Antrieb. Mein Antrieb ist der Erhalt, die Bewahrung, die Erneuerung (bisschen). Fürderhin eine gewisse Schöpfungslibido, oder Trickbilderei. Übrigens hängt der Himmel wolkenverhangen, trüb und den Bauch voll mit Wasser? Einem sehr warmen und sonnenhaften Tag folgend natürlich superschön so. Manchmal bildet erst der seriöse, bewölkte Himmel den Backdrop, der den Gedanken die Gravität verleiht, wo man denkt: da mal nachhaken. 

    Als ich gestern zu Fuß nach Hause ging, die übliche Strecke, durch den Grüngürtel, an den Wiesen vorbei, waren diese, und die ganzen Lokale, später, zurück im Viertel, bis auf den letzten Sitzplatz voll mit Menschen. Nehme an, das konnte jeder gestern, in seiner oder ihrer eigenen Stadt, auch sehen. Verständlich. Aber gleich alle auf einmal? Ich weiß ja nicht. Aber ich habe auch keine Ahnung, ehrlich. Die bestellte Duchamp-Biografie von Calvin Tomkins ist eingetroffen, das Cabanne Interviewbuch mit Duchamp ist ausgelesen, ich ziehe das jetzt durch. Den jetzt auf Deutsch erschienenen McClanahan habe ich schon im Original gelesen, das ist also schonmal erledigt!

    Dienstag ging ich am Büro des SPD Ortsverbands Innenstadt vorbei. Dachte dann: Olaf Scholz, Kanzlerkandidat. Musste lachen, und war ja eh schon gutgelaunt, weil die Sonne so schön schien. 

    But to shine like Joan of Arc
    You must be prepared
    To burn

  • Mittwoch, 02.06.2021

    Von draußen kommt ein bisschen was rein, hier ins Atelier, das noch im Schatten des Mittags liegt. Was ist zu vernehmen out there? Das in jeden Sonnentag eingebaute sanfte Weltrauschen, und das beruhigende Summen der Leuchtröhren Osram Lumilux über mir, am Tisch. Ich esse ein Stück Rhabarberstreusel, dann kurzes Gemiaue des Kätzchens vom Balkon des Hauses nebenan. Der Balkon ist rundum mit einem Netz bespannt, das Kätzchen habe ich schon öfter gesehen, wie es da einfach sitzt und miaut, oder nur vom Balkon herunterschaut. Können auch diese Tiere so seinsvergessen in die Unendlichkeit stieren, durch alle Jahrhunderte, durch die Realitäten der Flakhelfergeneration (Krebber), der Boomer und der Z’s hindurch? Warum soll denn nicht auch dieses Felltier wütend sein können, auf die allgemeine Scheiße? Oder empfindet jede Katze das Leben als eine Wucht?

    In der Schweiz kann jeder eine Postkarte pro Tag kostenlos versenden!