AS A NOTED IMPROVISOR ON PERCUSSION AND PIANO
Noch vor dem Kaffee ging ich hinaus, einen neuen Monolith aufzustellen
Es war jetzt auch optisch kalt geworden, eine dünne weiße Schicht von Frost, morgens, in the Western World. Heute wiederum ein pinker Leuchtstreifen, der hinter dem Gebäude hervorkam, die fleischige Zunge einer Kuh. Wenn ich – noch vom Schlaf betäubt – lange genug in dieses Pink schaue, und das Blau, das es umgibt, kann ich die ganze Welt sehen, jedes Leben, wie es sich hinter der Krümmung erstreckt. Ein an die Tiefe der Farbe gekoppelter Eindruck von Ganzheit. Ich glaube, das ist normal.
Pippo versuchte ich gestern über direct messaging darzulegen, dass mir nicht ganz klar sei, ob der Reibekuchen-Wagen im Winter einem anderen, nunmehr zweiwöchigen Rhythmus (oder was) folgen würde, und ob man sich heute zu ein paar Reibekuchen würde verabreden können. Er berichtete von hundertmeterlangen Schlangen vor Reibekuchen-Heinz, aber ich weiß jetzt nicht mehr, auf welchem Marktplatz man Reibekuchen-Heinz finden kann. Grünkohl mit Mettwurst und Senf fällt ja dieses Jahr leider aus.
Am Wochenende nahm ich von Zuhause meinen alten Fanghandschuh ins Atelier mit. Jetzt werf ich, in Pausenphasen, immer wieder mal den Tennisball gegen die Wand und fange ihn mit dem catcher. Das befriedigende Gefühl, wenn der Ball nahezu lautlos in den Korb fällt. In diesem Vehikel aus Kunstleder mein 20jähriger Schweiß. Bauer Reactor 5.
Notiz für uns Class-Reductionists: I find it credible that, on average, Biden voters have significantly
higher incomes than Trump voters. And if you assume that people’s
incomes are highly correlated with the value of what they produce, then
it becomes likely that, on average, Biden voters produce output that is
more highly valued in today’s economy. (askblog)
Gekauft: Eiko Ishibashi – The Dream My Bones Dream (Drag City, 2018)