A DREAM OF DYING BATTERIES
O. zeigt zwei oder drei jeweils längst durchgesägte Schweinsköpfe, die er mit dicken Schrauben an ausgewählten Stellen eines teildemolierten, rollbaren Medien-Schranks befestigt hat. Darüber liegt eine durchsichtige Abdeckplane, deren Faltenwurf im Abglanz eines dumpf leuchtenden Notausgangslichts fast gräulich schimmert. Dazu hat er eine Musik gebaut, aus Versatzstücken diverser Nationalhymnen zusammen-dekonstruiert. Die Hymnen sind, Gott sei Dank, nicht zu erkennen. Erschöpft wegsackende Fanfaren mit Crystal-Meth-Gesichtern sind das Ergebnis. SCHÖN.
Ich zeige die Bilder “Suburban Profane” und “Werner Herzog”. Auch okay. Und S. eben seine sehr schöne, kleinformatige Malerei, denen nicht mal diese merkwürdigen Rippenrohrheizkörper etwas anhaben können.
Was schreibt Marcus Steinweg: “Weder allein die der Welt zugekehrte noch die ihr abgewandte Seite sind das Spannende am Kunstwerk, sondern die Spannung, die es zu zerreißen droht, indem es mit gleicher Aufmerksamkeit in beide Richtungen blickt. Was ihm nicht gelingt!” – Subjekt und Wahrheit, Matthes und Seitz Berlin, 2018
Ja gut, ist eben so, daß man die Texte von Rose-Maria Gropp nicht mehr ertragen kann, ist aber nicht schlimm, es gibt ja jetzt Kolja Reichert, der NEUE für die Kunsttexte, nur noch Julia Voss und Kolja Reichert, das täte mir reichen, wenn es außerdem noch Kenny Schachter, Roberta Smith und Jerry Saltz gibt, oder die eine oder der andere bei artnet, deren Namen ich mir nicht merken kann, Entschuldigung. Danke und liebe Grüße auch. Frau Gropp segelt in letzter Zeit, oder schon immer?, in so einem “stummer Schrei” Kosmos, bisschen viel Schreibgruppe-AG-Sound. Der Basquiat-Text neulich war schon bisschen arg…. naja.
MAIL von metamorphosen, Berlin. Das hat natürlich Marc gemacht, der ja bisweilen das macht, was ich selbst machen sollte: mich BEWERBEN UND INS SPIEL BRINGEN, wobei mir genau das aus unendlich komplizierten, aber im Argument dann leider doch doof kommenden Gründen nicht….. BESSERUNG.
