09:27h
FÜNF OUTSIDER
Spärlich an Farbe und Elan – immer noch – der Freitagmorgenhimmel. Er wird nicht Besitz von mir nehmen, die Drecksau. Allein, einer der Fünf, Dietrich Orth, der nicht möchte, daß seine persönlichen Daten an dieser Stelle genannt werden, ist eine besondere Kategorie. Befolgen wir jetzt die Anleitung zum Würdegefühl beim langsamen Gehen.
Und jetzt also doch: geboren 1956, ein Jahr jünger als meine Mutter, Wohnort unbekannt. Aber ein Lebender unter den vielen vielen toten Outsidern. “Heute lebt der Dietrich Orth in einer psychiatrischen Institution in Süddeutschland. Das Malen hat er schon seit längerem aufgegeben.”
how a creature of the kind I seemed to be — reserved, quiet, solitary — could ever become good at a game in which quite another character type seemed to excel: matter-of-fact, unreflective, pugnacious.
Coetzee und Cricket und das Art Game
Ex-Rapper und IS-Terrorist Deso Dogg tot. Schon wieder.
Gestern zu Rangy ins Atelier, zu Fuß von E’feld aus. Zuvor fast von einer blauen Tonne (Papier) erschlagen worden, wegen ihr wißt schon wem. Nach der Unterzeichnung des Mietvertrags für das neue Atelier noch ein Rührei essen gegangen. Polizisten in Signalgelb sperrten Teile der Venloer Straße ab, mitten auf der Straße lagen kleine karminrote Pulverhäufchen. Das waren die Dachziegel, die von oben kamen. Gutgelaunte Greise mit winzigen Hunden traten aus der Ruhestandwohnung auf die Straße, um das ganze zu analysieren. Die langhaarigen unter den Hunden wurden derweil brutal vom Wind zerstoben, und siehe da: sie haben Gesichter.
Absperrband in außertropischem Tiefdruckgebiet,
Öl auf Holz, 64 x 43 cm, 2018
da bin ich fast neidisch
– ja, da bin ich auch auf mich selbst neidisch