• Mo, 08.01.2018

    11:37h

    EINE NAHWELT, DIE SICH VERFRANST MIT DEM, WAS…

    Ah, ist wirklich schon Januar? Der Himmel, ein wahres Problem.

    Bei Otto sah ich am Freitag eine Karte mit der Telefonnummer von Bazon Brock, the Denkwerk of Moritzplatz, der ihm, Otto, früher einige Texte für Publikationen und Kataloge geschrieben hat. Ich könnte da einfach mal anrufen, Tag Herr Brock, Herr Professor Brock, Entschuldigung, ich mache hier problemorientierte Kunst, wollen Sie da nicht mal bisschen rein?

    Tränen sind das Schmelzwasser der Seele
    Also bitte nicht weinen in Zeiten des drohenden Wärmetods

  • So, 07.01.2018

    11:13h

    1 Bier, 3 Whiskey sour und eine Haschzigarette später fiel mir ein, daß ich ja frei bin, zu gehen. Schöner Zeitpunkt, supernetter Abend, kurz zuvor hatten mich eine Lautsprecherbox und ca. 30 Bücher knapp verfehlt, als sie vom Brett über der Tür herunter krachten. DAS HÄRTESTE VIERTEL São Paulos

    Salvador Dalí/The Holy Mountain/Abandoned Movie Projects, aber den Sliwowitz aus Serbien, den Vanja mir anbot, habe ich abgelehnt, NO SCHNAPS

    Zu Fuß nach Hause, walking – not talking. Zuhause die letzte ACAPULCO Zigarette

    Wile E. Coyote
    GENIUS

    auf Youtube diverse Time lapse Videos, Blizzard in New York. Das Schnee seine Wirkung auch rein über das Bild – die Abbildung – vermittelt: Ruhe, völlig anderer Modus. Schnee – das schönste Gefängnis

    Isabell Graw Die Liebe zur Malerei: allein die konzentrierte Hinwendung zu sehr speziellen Sub- und Feinthemen der Malerei ist natürlich schön und macht Spaß, sowas zu lesen. Die Sprache ist allerdings manchmal so gestisch versaut irgendwie auch : AUA. Aber sich selbst ernst nehmende Theorie muss solche Ansagen machen, verstehe ich auch.

    wie ich es an anderer Stelle im Hinblick auf die Bilder Martin Kippenbergers entwickelt habe

  • Do, 04.01.2018

    12:03h

    “Sorry, kann deinen Gag nicht verstehen, kein Datenvolumen mehr”

    Deskilling/Reskilling

    18:28h

    Im Feuilleton der ZEIT, naturgemäß merkwürdige Zeitung, ein noch merkwürdigerer Text einer Jung-Kunsthistorikerin und sog. “freien Kuratorin”, Frau Feldman, über den “Mythos Kunstfreiheit”. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihre Perspektive richtig verstehe, dennoch Empfindung: falsch. Natürlich hat der Balthus eine pädophile Erotik, aber es geht darum, ein Bild zu zeigen, aus einer Zeit, in der dieses Thema einfach anders behandelt/gedacht/gelebt wurde, alle Wertungen und Schlimmheiten inbegriffen, ob das ein Einzelner widerwärtig, uninteressant oder verletzend findet, ist doch erst mal uninteressant. Dies mit dem Blick von HEUTE auszuhalten, darum geht es doch. Ich verstehe nicht, wie der Mensch im Jahr 2018 immer weniger aushält. Das ergibt keinen Sinn. Zu behaupten, das Zeigen eines Balthus sei sozusagen Werbung für Pädophilie: raffe ich nicht, Entschuldigung – aus welcher Sackgasse kommt das denn?

    Im leichten Regen an einem telefonierenden Mann vorbeigegangen, er sagte den Satz ins Telefon: “…dass ich eigentlich nur eins auf dieser Welt will und das’ mein Sohn.”