• Mi, 03.01.2018

    BÖSE UND GROB UND ASOZIAL

    16:26h

    Sturmtief “Burglind”, das sich in tiefer Nacht ausgeschüttet hatte über der Stadt, jagte am Morgen einen unglaublichen Krach über Dächer, in Innenhöfe, und aus ihnen wieder heraus, um sich an den Dingen zu vergreifen.

    Gestern auf dunkler Autobahn: das synchrone, rote Blinken der Lämpchen von 6 Windrädern – das ist auch Timecode – hoch oben, und von Regen und Wind und Schwärze so ummantelt, das sie einfach dort verharrten in der Luft, und es merkwürdig aufregend war, sich ihnen zu nähern. Unheimlich und unheimlich schön, das war das Herz der Finsternis am zweiten Tag des Jahres, und es liegt hinter Braunschweig. Gigantische Rotorblätter, die wie Walflossen aus dem Blauschwarz des Unwetters herauskamen, im Augenwinkel. 

    Dazu kam aus dem Autosoundsystem die Lesestimme, via Bluetooth als eine Datei von einem Telefon an den Bordcomputer gesendet, die die letzten Worte des Buches ins Wageninnere entließ. 

    Über der Fluchttüre brannte eine grüne Nachtlampe von Osram. Um halb vier rückte ein Putztrupp durch den Bau. Timecode schaltete die Weltenlichter an und aus.

    Dann kurz Stille, bis das Geräusch der Autobahn zurückkehrte, in den Moment, in den Tag, ins Jahr, in die KW1 – lol

  • Freitag, 29. Dezember 2017

    On the market in the NY Region

    Am stärksten die Ahnung, etwas von unbekanntem Ausmaß möge noch vor einem liegen, wenn ich die Real Estate Sektion der New York Times durchgehe. Exterior/Interior und: wie kann man wo durchs Fenster schauen?

    Post aus Toronto, und eine rauchende Schlange zurück.

    Ein Hinweis über Instagram: Cattelan. – Ja, jetzt seh ich’s auch.

    Und die Three Billboards outside Ebbing, Missouri, der FilmFilm

  • Montag, 25. Dezember 2017

    Wie schön die Ambition meiner Eltern beim Kochen, und wie sehr sie es mittlerweile auch KÖNNEN. Ich bin sowas wie – stolz?

    Erleichterung: Patrick Bahners’ erster Tweet seit 7. Dezember.

    Zu später Stunde dann noch viel über die DDR-Vergangenheit meines Onkels. Ich selbst war als Kind öfter in der DDR, Karl-Marx-Stadt, habe aber absolut keinerlei Erinnerung. Außer an eine Tapete in der Karl-Marx-Städter Wohnung meines Onkels. Eine Tapete!

    Mein Vater erzählte, ein Kollege von ihm sei damals, Rückweg aus Berlin, von der Transitautobahn abgefahren, leichtfertig, um Wasser abzuschlagen. Der Kollege wurde von VoPos aufgegriffen und zwei Monate lang wusste man nicht, wo er war, was passiert war. Er wurde dann “freigekauft”. Kann sich das heute noch jemand vorstellen?