• Sonntag, 24. Dezember 2017

    11:55h, de Weynachth. 10 Grad. 

    Zuerst 9:48h, dann 10:42h, 11:26h, 11:42h. Sirenen draußen. Ahja, die Rettungsdienste, die Polizei, die arbeiten.

    Mangelt es dem Tag an allem, oder bietet er alles?

    Jeden Tag und everyday: DAS POETISCHE HEISST SAMMELN

    Zu nervös, um zu kopieren: der Mensch.

    Ich wollte im Internet beim Neuen Aachener Kunstverein mal nachgucken wegen deren Benefiz-Auktion. Google empfiehlt bei Eingabe “NAK”: die Neuapostolische Kirche Nordrhein-Westfalens. 

    Gleich mal auf die Straße, wo bekomm ich denn Kaffee? 12:41h.

    12:50h, die Deutsche Bahn als Gehäuse für Schicksalsgemeinschaften.

    15:10h, unvorstellbares Konzept in 2017: einfach bei Bekannten klingeln und kucken, ob jemand da ist. Kaufte zwei Croissants und tat aber genau das. Es wurde geöffnet und mir ein Kaffee bereitet. Es geht also.

  • Samstag, 23. Dezember 2017

    Ich schau dir in die Augen, gesellschaftlicher Verblendungszusammenhang.

    Zum Thunfischsteak berichtete der Anwalt von einer Gehaltserhöhung, die er bekommen hat. Da habe ich gleich vorgeschlagen, er könne doch ein bisschen was in Atelierunterstützung investieren, meine that is. Und er sagte Ja! Scham. Dann aber besann ich mich und setzte ein nahezu neutrales Gesichtchen auf, und bedankte mich. “Eine große Investition in die Zukunft!”, war ich mir nicht zu blöd hinterherzulallen, dann kam schon Portion Tiramisu Nr. 2. 

    Am Nebentisch zwei Frauen, die blonde, große Frau neben mir trug ein rückenfreies, schwarzes Oberteil. Unter dem Oberteil schien sie einen schwarzen Body mit Spitze zu tragen, ein langer, dünner Träger zwischen ihren Schulterblättern, genau mittig. Wie schön ein Frauenrücken ist, und wie hohl ich mir vorkam, dass ich das vergessen hatte. Ich konnte von da an nicht umhin, mir  vorzustellen, wie diese lingerie an ihr aussieht, ob es durchsichtig war und wie ihre kleinen Brüste darin aussehen. Die Augen arbeiten dem Hirn zu, ständig, versorgen immerzu mit neuem Material, und ich muss mir überlegen, welche Haltung ich dazu einnehme. Vielleicht war ich gestern die einzige Person, dem dieses kleine Detail aufgefallen ist, die Schönheit ihres Rückens, und dieser Träger, der vertikal über ihren Rücken lief?

    Mit der weltoffenen Ärztin Dr. Bismarck hatte ich in der Woche schon über die Erotik junger Körper referiert, über die Zahnspange im Mund einer jungen Frau. Und weil die Ärztin so auserwählt smart und souverän darüber sprach, über die Erotik anderer, wurde natürlich SIE SELBST unglaublich erotisch dabei, und ich beschloß innerlich, jeden Beitrag zu zahlen, den sie mir aufdonnern wurde. She loves the sound of a nickel oh that sweet sweet sound

  • Freitag, 15. Dezember 2017

    7:40h ging der Wecker, was mir aber zu früh war, so saß ich nicht schon um 8 wieder am Zeichentisch. Komplett zugezogen und schmutzig der Himmel.

    Dienstagvormittag hatte ich einen kurzen Text von Otto auf der Mailbox des grauenhaft schlimmen Handys, “bin auf dem Weg ins Krankenhaus”. Abends versuchte ich es, aber natürlich ging niemand bei ihm ran. Gestern Abend auch noch nicht. Also drei Tage KH = was ernstes? Da Otto kein Handy hat und ich nicht weiß, in welchem KH er sein könnte, müssen hier alte Kulturtechniken der Ausfindigmachung angewendet werden.

    Gesegnetes Hanukkah dir!
    Danke motek
    Ach gern, ahuvi

    Ernüchternder Brief aus Berlin vom Verlag des nun nicht kommenden Bonn-Buchs. Obwohl ich mir sowas in der Art gedacht hatte, haut mich der Brief erst mal komplett raus für den Tag. Und den nächsten. Warum ist das so? Ich habe keine Ahnung. Ist ja alles erklärbar. Besser scheitern 3000.

    Erweiterung der Kippenberger-Bibliothek vorerst abgeschlossen. (you wish)