• Donnerstag, 12. Oktober 2017

    Die haltlose Willkür des
    subjektiven Zeiterlebens

    Anscheinend überträgt sich Krankheit jetzt auch über WhatsApp-Mitteilungen. Erstes Kratzen. Aber ich war gestern schon den ganzen Tag zuhause, das geht heute – sorry – wirklich nicht nochmal.

    “… können sich insgesamt nur einmal alle zwei Jahre für eines der Programme A1, A2, A4 oder B5 bewerben” –
    Ja gut, dann

    Liste:

    A. Kluge Pluriversum
    P. Nizon Stolz
    L. Berlin Was wirst du tun, wenn du gehst
    G. Grosz Die Jahre in Amerika
    Letraset Handbuch

  • Mittwoch, 11. Oktober 2017

    DER REALE MOMENT DER ZUSAMMENKUNFT

    Es war noch nicht mal Zeitumstellung, und schon ächzen und wehklagen die Menschen, ächze und wehklage ich:

    Deutshcer Herbts

    und kein Sturm von keinem Paradies her. 

    Am Morgen des elften Oktobertages sind gar drei der Gladiolen Blütenmünder zu mir hin geöffnet, die Blätter durchscheinend wie mit Tinte eingefärbtes Japanpapier und – (sind Pflanzen bunte Geschlechtsorgane, die man sich in die Wohnung stellt?)

    Hallöchen. Die dicke Nachbarin nervt auch schon. Muss ich mich jetzt schon wieder dumm machen lassen vom Hass auf den Mitmenschen? Ich sage NEIN und mache Kaffee. 

    Frau Doktor von Bismarck, die junge Fachärztin, erinnert mich, “Die Beobachter” nachzuholen, sie hingegen – Frau Dr. von Bismarck – hatet ab gegen Claudia Kade (Die Welt), die sei “dumm” und würde “Duckface” machen, ja, ich seh’s jetzt auch, gleichzeitig Freude, dass Feldenkirchen vom Spiegel Hajo Schumacher ersetzt. Hat eigentlich schon mal jemand den Georg “Kolumne” Diez in eine Fernsehsendung eingeladen? Den würde ich gerne mal sehen, ob der wirklich so irre ist, wie er scheint.

    Den Hund des Friseurs unterm Kinn gekrault, aus blieb jedoch das Spielen mit dem Beiß-Tau, das meistens auf der Fensterbank liegt, und das er dann holt und einem vor die Füße wirft. Er schaute lieber weiter aus dem großen Fenster raus. Und das verstehe ich. Fenster ist nunmal Fenster.

    Im Ramsch- und Trödelladen nebenan erliege ich – wie immer – der Faszination für Haufen von Müll und Zeug: ein Letraset-Buch und ein Glasgefäß mit Deckel gekauft, jedoch nicht: das ausreichend bebilderte Buch mit dem fantastischen Titel “Geheimnisse der Mädchenfotografie”. 

  • Dienstag, 10. Oktober 2017

    41. KW
    bewölkt, 14 Grad

    Soll man morgens wütend durchs Fenster schauen, weil draußen schon wieder nicht zu sehen ist, was man dringlichst zu sehen wünscht?

    Mein Homecoming ist ein merkwürdiges Projekt, Abstoßungsreaktionen, und immer wieder in diesen Tagen auch der Vorwurf an mich selbst: Mutlosigkeit.

    Zwei Gladiolen gekauft, für mich.