• Donnerstag, 5. Oktober 2017

    Kein Beinchen gestellt:
    die Probleme gehen weiter

    11:28h, stürmisch

    Versucht man sich an das Wetter, vielleicht eher das Licht bereits etwas zurückliegender, aber nicht zu sehr zurückliegender Tage zu erinnern, wird es schwierig. Da ist diese Gemengelage, und ähnlich ist es mit dem Gesagten, ähnlich vage und kleinteilig, dafür wiederum erinnert man die Konsequenzen aus dem Gesagten noch gut. Das macht es – irgendwie – noch schwieriger.

    Visual Album der letzten Tage von in Berlin: 

    auf der Torstraße: zierlicher, älterer Mann mit Jeansjacke, hinten bestickt:
    John Denver
    world tour ‘94

    am 29.9., 17:43h, Luhmann-Zitat im Berliner Fenster, U8, kurz hinter Weinmeisterstraße

    S. orangener Pulli (”quasi bauchfrei”)

    Papagei Laserpointer-Auge (Michael E. Smith Untitled, 2017, Macaw, laser, Dimensions variable)

    De Mimi, eine Leiter herunterkletternd, oder sich in meine Tasche setzend

    Gelbliches Laub auf den Straßen

    Diese Hütte steht nicht mehr

    Heute also, 5. Oktober, eröffnet einer der Hi-Octane-Power-Galeristen des Global-Art-Machiavellismus (frei nach Horzon) Johann König, 36, eine neue Dépendance in London, Vereinigtes Königreich. Die Unternehmung trägt den  Titel, ja die ANSAGE:

    KÖNIG ARCHIVE AND SOUVENIRS

    Archiv und Souvenir, Dichotomie von angedeutetem Institutionalisations-Pomp und gegenstandsbezogenem Kommerz (”meist käuflich erworben” Wikipedia), sachlich und chromkalt formuliert. Soll hier die “Nebenwirkung des Exklusiven” (Karl Kraus) verkauft werden? SYSTEMREFERENZ AUF “ON”

    Am Feiertagsdienstag, ich war auf dem Weg, die Eltern zu besuchen, da ging ich an der Finkenberg-Schule vorbei, und auf einmal, um 15:10h, ging die Pausenglocke los.

  • Sonntag, 24. September 2017

    Berlin, 12:16h

    and I even attended the first international conference of clitoral stroking (someone has to)

    Kalt geworden in Germany und – 
    Sonntag, 27.9.1998, wurde die Regierung Helmut Kohl abgewählt. 19 Jahre. Die ersten Prognosen an diesem 27.9.1998 um 18 Uhr:

    CDU/CSU 36%
    SPD 41%
    Grüne 6%
    FDP 6%
    PDS 5%

    Der Rest ist bekannt. Bis 18 Uhr sind es noch gut 6 Stunden zum Zeitpunkt der Niederschrift.

    Gestern Abend – es fiel schon beständig Regen herab und ich war ganz dankbar für das schöne Geräusch, das er machte –  fragte ich mich kurz, ob es sich fragen lässt: kann man jetzt bisschen nervös sein wegen Trump und dem Nordkoreaner? Oder muss man, ganz abgewichster Westeuropäer, das so lockerheitsdogmamässig verächtlich weglächeln und möglichst kontraststark das Thema wechseln? Ich hatte keine Antwort parat.

    Auf facebook lese ich bei Joe Matt, daß Chester Brown den Klimawandel leugnet. “Chet’s a kook. There’s no denying it. Too much whoring.”

    Und wie geht’s weiter? Gestern starkes Bedürfnis noch eine große Leinwand, quasi in einem Rutsch, fertig zu machen, 5-6 Stunden schön Stress und Frust und bisschen Hektik für das geile Gefühl danach, sich nicht hingehalten und leer gelassen fühlen, dachte da an Phips, wie ich mit ihm am Mittwoch von der Stabi zum c/o gelaufen bin, und wie uns in der Straße, wo das Schwule Museum ist, auf einmal Waldemar Hartmann entgegen kommt, HAHA, den kennt Phips gar nicht, was mich auch freut aus irgendeinem Grund. HEIDEGGER SCHOOL OF MEDIA

    Dieser Satz entsteht zum Sound eines von Katzenzähnchen zerbissenen Brekkis.

  • Dienstag, 19. September 2017

    Berlin, 18:06h

    Meine Laune ist absolut okay-hey, aber es ist so ein Tag, an dem möchte ich die Welt ob ihres Stumpfsinns und den vielen Möglichkeiten, ihn an mich dringen zu lassen, komplett in Stücke hauen. Und doch: ich tue es nicht