Es ist nie zu spät, aus dem Fenster zu schauen. Da ist ein vielzahniger gelblicher Saum, der Wolkendecke und das Stück darunter trennt, in der Mitte ein Schornstein rein gebaut: hier leben Menschen. Was mich unweigerlich führt zu: dem Text von Claudius Seidl “Wütend auf die ganze Welt”, FAZ Online. Gleich dreizehn Uhr, und dann bald auch schon wieder dunkle Nacht.
Bin an den Computer gebunden leider, die Mussorgsky-Sache muss fertig gemacht werden, dabei würde ich gerne raus, allein schon, weil mich dieser pluckernde Lärm von den crazy Nachbarn oben wieder anstachelt auf diese Art, die…. dafür gleich: Arsenal – Tottenham. Allein die Konzentration hin auf das Wichtige jetzt, das Zu-Erledigende, zu Beginn extrem flatterhaft, ständig nach hinten hin wegbeamende Gedanken an anderes. Gestern intensiver Blickkontakt mit einem Hündchen. Das hatte ganz rot unterlaufende Augen, Gottogott.
Bildbetrachtung zur Beruhigung: Johan Christian Dahls “Blick auf Dresden bei Vollmondschein”, 1839. Hundertsiebenundsiebzig.
