• Sonntag, 6. November 2016

    Es ist nie zu spät, aus dem Fenster zu schauen. Da ist ein vielzahniger gelblicher Saum, der Wolkendecke und das Stück darunter trennt, in der Mitte ein Schornstein rein gebaut: hier leben Menschen. Was mich unweigerlich führt zu: dem Text von Claudius Seidl “Wütend auf die ganze Welt”, FAZ Online. Gleich dreizehn Uhr, und dann bald auch schon wieder dunkle Nacht. 

    Bin an den Computer gebunden leider, die Mussorgsky-Sache muss fertig gemacht werden, dabei würde ich gerne raus, allein schon, weil mich dieser pluckernde Lärm von den crazy Nachbarn oben wieder anstachelt auf diese Art, die…. dafür gleich: Arsenal – Tottenham. Allein die Konzentration hin auf das Wichtige jetzt, das Zu-Erledigende, zu Beginn extrem flatterhaft, ständig nach hinten hin wegbeamende Gedanken an anderes. Gestern intensiver Blickkontakt mit einem Hündchen. Das hatte ganz rot unterlaufende Augen, Gottogott. 

    Bildbetrachtung zur Beruhigung: Johan Christian Dahls “Blick auf Dresden bei Vollmondschein”, 1839. Hundertsiebenundsiebzig.  

  • Samstag, 5. November 2016

    Gedanken an die aufblasbare Krücke.

    Düsseldorf, Freitagabend, kalt, Regen. Der Vibe auf der Eröffnung angenehm, weniger aggro als in Köln, die Blicke weniger abgrabend, routinierter, mehr “easy”. Ist notiert, weil aufgefallen. Lasercut auf Mooreiche.

    Mit M. die Bilder und Keramiken zu A. gebracht. Wohngemeinschaft, die wie eine Wohngemeinschaft aussieht. A. vielleicht die Frau, mit der süßesten große-Augen-schöne-kräftige-Augenbrauen-Kombination, die mir zur Zeit bekannt ist. 

    Im Auto, bei der Rückfahrt, Gespräch und gegenseitiges Bewerfen mit Ideen zum Vorhaben “Publikation”. Ich will unbedingt so einen Text, wie ihn Charles Mingus der “The Black Saint And The Sinner Lady” beigelegt/vorangestellt hat: von seinem Psychiater geschrieben. Ich habe aber keinen Psychiater. Sollte kein Problemchen sein. 

    Vergesse manchmal, dass ich ein freier Mensch bin, machen kann, was ich will, z.B. hinlegen und schlafen. 

  • Donnerstag, 3. November 2016

    “Die Intensität der Empfindung zählt nur unter der Bedingung, daß man sie ertragen kann”, sagte Bataille in einem Interview. Ob das Flagellum “88″ bei wixxi für “Heil Hitler” steht, weiß niemand, höchstens wixxi allein. 

    Arbeiten statt murksen. 

    Die schönste Uniform ist der Kittel einer Apothekerin. Ich würde gerne mal eine Apothekerin verräumen. Leider nehme ich die Kunst so ernst, darum viel allein. wixxi88 muss das einsehen.