Ein Sachse “fragt” Claudia Roth, of all people, warum sie das “Deutsche Volk” zu “vernichten” gedenke, dabei rinnt – ein ganz tristes Bild ist das – sächsischer Regen einen schwarzen Regenschirm herunter und ein Eimer Scheiße an mir. Nach zwanzig Minuten ist es genug mit Dresden, schalte das ganze Konzept #TdDE einfach weg. Ein Eindruck von unfassbarer geistiger Verkommenheit und Enge, von einem nahen Ende, dann Lachen. Ich spür mein Hass-Imaginarium hochfahren, schalte aus. Shanah Tovah – das Jahr 5777.
Morgens war ich mit dem Auto raus gefahren, tiefer in die Sphären der Outdoor-Softshell-Mode vorgedrungen, ich wollte Rührei mit Speck und Zeit für Lektüre, und so hatte ich dann schön Eier mit zwei traurigen Speckstreifen und diese schnelle Irmgard Keun Sprache aus 1932, mit altmodischen Präpositionen, leichten Irritationen, weil eben nur ein bißchen anders, so daß ich – und ich mach’s gern – zweimal nachlesen musste. In einem Fernseher im Frühstückscafé sah ich Spieler von Schalke 04 jubeln. Einem gesprächigen Greis sagte ich, daß ich Schalke 04 hasse. Aber was ist schon Hass, ich meine: richtiger Hass? Im Café arbeitete eine junge Türkin (?) mit einer sehr schmalen Taille und einer schönen, ja, Hakennase. Süß.
Desinteresse als Schutzraum, in dem man richtig ARBEITEN kann.
Trainerchen: Ich bin fit, ich kann spielen