BAD PRINT IS HYPERREAL IMMERNOCH UND DESHALB PART 2
Blitze erhellten die Nacht. Das ist doch ein schöner Satz, wenn man den so hinschreibt.
Jetzt ist das Fenster weit auf, dass hier der Luftwechsel stattfinden möge, ich diese stehende Wärme aus den Wänden bekomme. Wenn es so warm ist in der Wohnung, ist jeder Gegenstand zu viel, zu nah. Jeder Teppich wird zur grotesken Idee.
Nicht heute. Kühle Luft streift mein nacktes Bein, pustet den Schmelz der Tage weg.
Don DeLillo Mao II. Alles, was ich von Buchloh finden kann, über die Moderne, die Konzeptkunst, zwischen Adorno und Horkys Kulturindustrie-Kapitel und Debords Spektakel. So hell, es ist doch finster. Die sachliche Zerlegung von Anne Imhoffs Venedig-Pavillion, hypertropher kollektiver Narzissmus, bellende, schwarze Hunde. Ich bin am Arsch. Bin ich?
Puste den Schmelz der Jahre weg.
Kühles Wasser, und: Zigaretten schmecken mir überhaupt nicht mehr.
Die African boys am Ebertplatz, sie sprechen fast alle Fula, manche Wolof. Guinea, Gambia, Senegal. Jetzt möchte ich das ein bisschen lernen, so Standardzeug, das man nett Guten Morgen sagen kann.
