Finde beim Räumen lose Zettel, Notizen – “Fragmente” wäre etwas hochgegriffen für dieses Zeug, das ich geschrieben habe, als ich Anfang 20 war, das Jahr war 2005, fast genau zehn Jahre. Muss natürlich fast alles grauenhaft sein, ist es auch. Ich erkenne aber hinter allen Sätzen die Absicht, was es nicht besser macht für denjenigen, der es lesen muss. Anhand dessen, was ich damals für einen Stil hielt, sieht man, dass ich noch knietief in der Mimesis versumpft war. fair enough
“Eine nackte Hauswand, kalkweiß, lässt den frisch gestutzten Rasen dermaßen grün aufleuchten, dass man geblendet wird, wenn man zu lange hinsieht.”
“…in dieser Gegend, in der ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin, und ich es anscheinend bis heute nicht für nötig hielt, sie zu verlassen, obwohl allein der Gedanke an diese Gegend, gekachelte Häuser in blassen Tönen von Grau und Gelb, mir eine einzige Frage ist.”
Als ob ich da schon 80 war. Süß. Sich selbst als obskures Wesen aus der Vergangenheit betrachten und akzeptieren lernen.