• Donnerstag, 5.März 2015

    Auf dem Sterbebett will ich, dass man mir ein Mikrofon hinhält, dann schaue ich wissend durchs offene Fenster in die milchige Weite und werde mit ruhiger und friedlicher Stimme – während mir ein exotisches Girl, das ich nicht nur für ihren schönen Beine, sondern auch für ihren unaufgeregten Realismus loben muss, neue Zigaretten ans Bett bringt – sagen: 

    I’m amazed i did all the waiting

  • Sonntag, 1.Februar 2015

    Ich bin es eigentlich mittlerweile gewohnt, beim Essen zu schweigen. Ich gehe meistens alleine essen, es kommt mir erholsamer vor. Es fällt mir sogar zunehmend schwer, mich beim Essen zu unterhalten. Ich schaue lieber Menschen an während ich kaue. Ich glaube, es sagt etwas über die Stärke der Gewohnheit aus. Sollte in zehn Jahren gut vorbereitet sein für’s Kloster. Vielleicht reichen zehn Jahre auch dafür, dass ich’s dann will.

  • Mittwoch, 07.01.2015

    Nur mal das, was passiert ist: die voll individualisierte Bekundungsmaschine stanzt den ganzen Tag Meldungen, schon am Abend werden Menschenmengen gebildet, auf Plätzen und in Straßen, für Fotos, für Daten. Die Tatsache, dass man jetzt der so Zeit beim Vergehen zusehen muss. Bilder und Daten.