I WAS COUNTING MY MONEY AND I HAD NO BODY FAT
Süß war, wie der Busfahrer dem jungen Lehrer, der mit seinen Kinderchen soeben den Bus verlassen hatte und jetzt vom Zebrastreifen her, direkt vor uns, nochmal dankbar in die große Frontscheibe winkte, zurückwinkte. In dem Moment tat sich da auch eine große Schneise Sonnenlicht in und um den Ernst-Reuter-Platz auf, und es war ein großer blauer Kreisel der Freude, der Kurzweil.
Genau das Gegenteil, dachte ich dann später, passierte mir, als die Frau (?) des Galeristen, die direkt vor mir saß beim Talk mit Mark Grotjahn in der NeuNaGa, mit ihrer herabhängenden, beschmuckten Hand an meinen Schuh geriet, und sich nicht mal umdrehte. Ein weiteres Ereignis in der Langzeitbeobachtung, meines social cases „The Arts“. Es ist kein Klischee, zu behaupten, daß die meisten High-Art-Money-People für Sozialmomente, die unterhalb einer bestimmten Schwelle liegen, sich jedwede Reaktion wegrationalisiert haben, vielleicht sogar mühsam.
Dann war da noch der Gesichtsausdruck von „Gregor“, das ist offenbar Klaus „I worked at richer museums“ Biesenbach’s Laufbursche, dessen kastanienrotes Haar ihm leicht verschwitzt auf der Stirn klebte, und die Seitenansicht von Grotjahn’s Freundin (?), die so lachte, als höre sie die Stories, die da vorne vom Podium her kamen, zum ersten Mal, und dann trat eine Schläfen-Ader immer ganz stark hervor bei ihr.
I call them Butterflies, but they are no Butterflies.
I call them Masks, but they are no Masks.