PHENOLE IM SENF CON JOAQUÍN ENPANADA
In waffelteigfarbene Tücher gehüllt empfing mich Joachim im blankgeputzten Kollwitz-Viertel. Noch zeigte die Sonne uns und dem Erdbeerhäuschen ihr nices face. Ich aß ein Croissant of Color, mit Aktivkohle versetzt, oder gebacken, oder gemacht, ich hatte den genauen Herstellungsprozess schnell vergessen (schmeckte gut), angesichts der Tatsache, dass Joachim mir einen Marktbesuch in Aussicht stellte, den er dann auch wunderbar lebendig moderierte, mir qua seiner swabianischen Blutsnähe zur Marktidee überhaupt auch ganz logisch klar machen konnte, warum hier, auf dem Markte, ein hohes Dasein möglich war. Und so war es. Im Biersenf zu meiner Rostwurst waren tatsächlich säuerliche Phenole (Joachim meinte, die heißen so) zu vernehmen, aber der Höhepunkt waren die Enpanadas eines kleinen argentinischen Aufbaus. Die jeweiligen Füllungen waren durch eine Formvarianz der Enpanadas selbst gekennzeichnet. Glaube, das nächste Mal sollten wir direkt zur Quelle hin. Entonces.
Freitag Kunst, mittags bei Ishin und später Austern bei Lafayette mit Friddey.
Jon Rafman bei Sprüth Magers sehr sehr gut.
Immer wieder die Feststellung, dass die Leute in Berlin noch flirten, offene Blicke haben. Angenehm.
Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof fielen hinter mir die Kastanien dumpf ins Gras.