• Dienstag, 29.3.2022

    ERNST JÜNGERS 127. GEBURTSTAG

    Alles eine Masse grade, die ich nicht richtig beherrschen kann. Es rauscht und brummt, aber wenn ich mich zum Schreiben hinsetze, kommt nichts, es bleibt diese große horizontale Ansicht von allem gleichzeitig, der ich nicht gerecht werden kann. Unschönstes Gefühl ist das der Vereinsamung bei lebendigem Leibe. Nicht irgendwo in der Ferne, sondern hier, wo man immer nicht einsam war, bisher. Je älter ich werde, desto weniger verstehe ich. Oder ich habe früher einfach weniger versucht, zu verstehen.

    Hier bekomme ich grade mit, was eine Hochzeitstorte kostet, eine “Sechzehner” (?), ich glaube 200 Euro wurde aufgerufen.

  • Sonntag, 27.3.2022

    TRUE C♥NFESSI♥N

    Nobody slipped into my DMs–aber ein Schneeflockensymbol schlüpfte in die Wettervorschau. Nächste Woche kommt die Kälte wieder, die alte Wiedergängerin, sie kommt zurück, aber draußen, da scheint die Sonne noch auf unsere schäumenden Lebensbecher, auf den Gedanken, ob zwischen wiederkommen oder zurückkommen nicht doch feinste Unterschiede flirren, vielleicht sogar unterschiedliche Potenziale in ihnen lagern. Wieder/Zurück, da liegt doch in dem einen mehr noch eine Idee von Sehnsucht als in dem anderen?

    Schön auch, wenn man draußen herumgeht, ein fremder Planet wärmt das Gesicht, und junge Frauen mit frisch gewaschenen Haaren gehen vorbei und der Duft der Härchen vermengt sich mit der warmen Luft zu einer Art unsichtbaren Popcorn.

  • Samstag, 26.3.2022

    Diese Maske hier, diese Form, das hellgraue Rechteck, in das ich normalerweise die Einträge ins Journal hineinschreibe, hinein tue, dieses Rechteck saugt mir, sobald ich es sehe, vor mir habe, alle Worte und Sätze aus dem Kopf, und noch bevor sie zu weichen Tippgeräuschen auf der Tastatur werden, lösen sie sich in den Fingern auf, vaporisieren, und was hier steht, ist Nichts.