AMITIÉS, JOAN DIDION, FIVE-GUYS BURGER, WEIHNACHTEN
In den frühen Abend kam gestern die Meldung vom Tode Joan Didions. Wie sagt man: nothing but respect for her. Donnerstag, das war noch der Tag der kalten und scharfen Winde. Heute sind die 9 Grad eingezogen, ein uninteressanter Fremder. Fuck you. Gestern noch in der Stadt unterwegs gewesen, Besorgungen, es war eigentlich gut voll überall, und ich dachte kurz sowas wie: hier ist doch alles normal. In dem großen REWE an der Breite Strasse große Schlangen an der Kasse, aber ich passte einen guten Moment ab, also genau umgekehrt, wie es mir hier, bei meinem REWE, so oft passiert: da betrete ich einen fast leeren Laden und auf einmal stehen an der Kasse zweihundert Leute, verstehe ich nicht. Auf Instagram schrieb mir David Rimanelli, er habe sich grade ein kleines Büchlein von Zwirner gekauft, ein früher Aufsatz von Proust über Chardin und Rembrandt, und da wollte ich den dann auch haben, und ging zu Walther König, und siehe da: die Frau sagte, sie habe es “eben erst” eingegeben. SO geht doch der Zauber? Proust once told an Interviewer that style “is a quality of vision”. Seit ich neulich mit Friederike am Telefon über McDonald’s und Burger King sprach, sitzt mir dieser Burgerhunger wie ein Funkeln im Gehirnchen, Cheeseburger mit Bacon. Die rauchige Note des Specks, ein Minioratorium.