
Von weichem Glanz und alabastern, wie Haut auf den mythischen Gemälden des Johann Heinrich Füssli, so lag der Zürichsee belegt von Nebel. Jeder Nebel wie ein Baby, frisch geboren und im Wesen rein. Ich glaube an die Psychosomatik. Ich glaube an die schwarzen Augen der Möwen. Hier rauche ich schon morgens eine Zigarette, und sie schmeckt fantastisch, und ich sauge ihren Rauch ein wie ich den Nebel einsauge. Aber mein Frühstück nenne ich Qualm und Nebel nicht. Wachet auf, lasst euch vom Dunste rufen. Echtes Silber. Ach ja, Füssli: sein Schwarz ist Obsidian.
Dann die Eröffnung. Thomas kam extra aus Köln, so wie Manou, Joachim aus Berlin, Petronella aus Chur, und da waren freilich noch viele Andere. Was soll ich hier lange rumschreiben, was mit einem Wort zu beschreiben ist. Es war ein wahrhaft SCHÖNER Abend.
Ins Kunsthaus musste ich zwei Mal gehen, um das alles auch nur halbwegs sehen und verarbeiten zu können, was diese Schweizer dort angesammelt haben. So etwas habe ich wahrlich noch nicht gesehen. Ich ließ mich von einem Vuillard aufs Angenehmste töten. Und stand wieder auf. Ein Rotkohl, eine Schnecke, ein Schmetterling, eine Libelle, eine Biene und eine Assel in einer Landschaft.