10:06h. Kucken wir einfach mal weiter
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DAS N-WORT
Annalena Baerbock hat in Interviews das Wort “Neoliberal” benutzt, dafür hat sie sich jetzt, nach einem pushback, entschuldigt. Im Tagesspiegel, den man in Ostdeutschland noch nackt auf dem Balkon liest, heißt es sogar, sie, Baerbock, “patze” “mal wieder” mit einer “schlafwandlerischen Sicherheit”, analog etwa, wie man sagen würde, Andrea Pirlo würde einen Elfmeter “schlafwandlerisch” sicher “rein machen”, die “Kirsche” ins “Netz” schießen, vorbei am Torwart, der meist “völlig ohne Chance war”, obwohl das ja eigentlich keinen Sinn ergibt. Find ich bisschen hart gegenüber Annalena Baerbock, weil ich nicht finde, sie patze irgendwie sonderlich mehr als, sagen wir, alle anderen Bürger der BR Deutschland. Ich z.B. patze ständig, sage selber manchmal “neoliberal”, obwohl das ein bisschen doof ist, sogar das Wort “Neger” habe ich schon in nicht volksverhetzenden oder spezifischen “Rassenhass” signalisierenden Absichten benutzt, wenn es der Zusammenhang hergab und die mit mir konversierende Person eine bekannte, erwachsene und nicht so larrymäßig geistig labile Person war. Man sieht auch, daß mit der Etablierung des Begriffs “N-Wort” weiße, akademische Eliten das fortsetzen, was sie mit am besten können: weiterhin “Neger” MEINEN können, ohne dafür die Verantwortung übernehmen zu müssen. Der Rest ist meist Public Relations.
“ICH HAB SO RESISTANCE-BÄNDER”
Mit vor Kühnheit zitterndem Display – Sorry an alle Walser-Ultras da draußen – versuchte ich mich selbst nochmal mit einer Notiz in der Notiz-App an die schon ein paar Jahre alte Idee zu erinnern, bzw. sie wieder von etwas weiter unten nach weiter oben zu holen – die Idee, die ich unter dem Stichwort “Belgien und die Schweiz” notierte. Schon vor einigen Jahren wollte ich eine kleine “Sache” machen zu Belgien, und zwar Belgien als einem kleinen Land, mittendrin und eingekeilt von den angrenzenden “großen Kulturnationen” Frankreich und Deutschland, aber mit einem Output an nicht minder großartigen und interessanten und wichtigen Künstlern (gemessen auch an den kleineren Bevölkerungszahlen), die in der Schattenhaftigkeit dieses Belgiens, dieses Topos BELGIEN, sich teils wacky und zany Nischen ausbilden konnten, in denen etwas Spezifisches wachsen konnte, sei es im Kanonischen oder im Abwegigen, was man belgisch nennen könnte, polyvalent und vielschichtig. Mit der Schweiz ist es ähnlich. Großartige Maler allein hat die Schweiz hervorgebracht, nicht nur Maler natürlich, aber die fallen mir immer als erstes ein, Böcklin, Hodler, Vallotton, Amiet, selbst Giovanni Segantini zählt als Schweizer, lese ich grade. Und da bin ich ja grad mal, fast zaghaft, ins 20. Jhdt. vorgedrungen. Was das sein könnte, wie ich das anstellen könnte: keine Ahnung. Aber das ist keine “besorgniserregende Dynamik”, das ist normal.
“Bereits im Dezember letzten Jahres enthüllte Nicklas Bendtner, dass er an seinem ersten Tag bei Juventus Turin Buffon und Andrea Pirlo „mit Kaffee und Zigaretten“ bei den Toiletten fand.” <3