• Montag, 12.07.2021

    AND

  • Sonntag, 11.07.2021

    BRIEFE VON SOUTHGATE

    Mein Anwalt – jung, erfolgreich, gutaussehend – lud mich zu einem Schnitzel mit Kartoffelsalat ein, und ich hauchte leise oui. Und so bogen wir in die Aachener Straße ein, und sahen die Menschen in großer Anzahl den Samstagabend sich schön machen, Frauen, Männer, Kinder, Hündchen, geformt zu dunklen Häufchen unter Markisen, gebräunte Unterarme und Schultern, und überall diese kleinen Tättowierungen, wie kleine Schokoraspel über die Samstagabendlichen gestreut. Wir gingen also rein, um besser rausgucken zu können.

    Er erzählte mir von seiner Situation in der Kanzlei, und ich erzählte ihm von meinem Gefühl, das wir mangels eines besseren Begriffs als Ungeduld bezeichneten.

    Später, ich war grade zuhause angekommen, fing es aus der tiefgrauen Scheibe, die sich über den Himmel geschoben hatte, heftigst abzuregnen an. Ich stellte mir diese unzähligen Menschen vor, die ich eben noch unter den Markisen sitzen sah, wie sie alle wahrscheinlich relativ hektisch ins Innere der Restaurants einfielen, die Unruhe dieser Minimalmigration, weg aus dem Wetter, das nun den Outdoor-Teil des Abends jäh beendet hatte. Ich war froh, erleichtert, in der Wohnung zu sein, die unbeleuchtet und völlig still mich umgab. Hinten, im storage room meines Gehörs, klang noch die schöne Musik von Beverly Glenn-Copeland nach, Keyboard Fantasies. Ich dämmerte etwas, und in meinen Gedanken fand ich keinen klaren Favoriten für das Endspiel am heutigen Sonntag.

  • Donnerstag, 08.07.2021

    Death Is Just A Five-Letter-World